Duschmöglichkeit für Wohnungslose geht in die Verlängerung – Angebot wird sehr gut angenommen

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Symbolfoto: pixabay

Seit Mitte April gibt es an der Leuthardstraße 5–7 eine kostenlose Duschmöglichkeit mit Wäscheausgabe für wohnungslose Menschen. Die Stadt Dortmund hatte das Angebot gemeinsam mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege sowie mit ehrenamtlichen Akteuren der Wohnungslosenhilfe entwickelt. Es wird von der Zielgruppe sehr gut angenommen und geht nun angesichts der sich nur langsam verändernden Corona-Lage in die Verlängerung.

Das Team aus bodo e. V., dem Wärmebus-Verbund und dem für die Koordination zuständigen Gast-Haus e. V. begrüßt montags, mittwochs und freitags zwischen 12 und 16 Uhr maximal 40 Menschen. Vor Ort sind an diesen Tagen je sieben ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Gäste mit Kleidung, Handtüchern und Hygieneartikeln versorgen. Das DRK und das Diakonische Werk unterstützen bei Bedarf mit zusätzlichen Kleiderspenden.

In den ersten vier Wochen haben bereits 638 Menschen das Angebot genutzt. Damit sind die vorhandenen Duschmöglichkeiten zu 80 Prozent ausgelastet. Es sind zu über 90 Prozent Männer ohne Wohnung und Obdach, die die von der Duschmöglichkeit Gebrauch machen. Rund 30 Prozent der Gäste waren bereits mehrfach vor Ort. Die Auswertung zeigt, dass das alternative Gemeinschaftsprojekt die aktuell fehlenden Hygieneangebote gut auffangen kann.

Eine weithin sichtbare Werbefolie an der Leuthardstraße macht auf das Angebot aufmerksam. Vor Ort stehen jeweils fünf Duschen für Frauen und Männer zur Verfügung. Die Besucherinnen und Besucher erhalten außer einer kostenlosen Dusche auch ein Wäsche- und Hygienepack. Nach jedem Gebrauch werden die Duschbereiche von einer professionellen Reinigungsfirma fachgerecht gereinigt und desinfiziert. Das Ordnungspersonal sorgt für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – u. a. liegen Eingang und Ausgang getrennt voneinander.

Die von den eingebundenen Trägern erhaltenen Landesfördermittel des „Notversorgungsfonds für Obdachlose NRW“ fließen, neben den zahlreichen und großzügigen Spenden von Bürgerinnen und Bürgern, in die Finanzierung des Angebots ein. Zudem beteiligen sich die Verbände der freien Wohlfahrtspflege mit einem Zuschuss. Die restlichen Kosten werden aus dem Budget des Sozialamts bereitgestellt.

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