Drei Pflege-WGs unter einem Dach – Mehrgenerationen-Haus eröffnet in Mengede

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Der ästhetisch eingerichtete Gemeinschaftsraum im Haus Konstantin garantiert einen angenehmen Aufenthalt. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Pfarrer Hubert Werning steht mit einem silbernen Schälchen im Gemeinschaftsraum von »Haus Konstantin« und spricht feierliche Worte. Er segnet die frisch eröffneten Pflege-WGs, die ihren Start mit einem »Tag der Begegnung« feiern.

Natürlich unter strengen Auflagen und ausschließlich mit vorheriger Terminabsprache findet dieser Tag statt, an dem sich Interessierte ein Bild vom neuen Mehrgenerationen-Haus in Dortmund-Mengede machen können. Hell und farbenfroh sind alle Etagen des neuen Gebäudes, das einzig für seinen Zweck errichtet wurde, Pflege und Wohnen für verschiedene Altersgruppen zu vereinen: »Haus Konstantin« im Erdgeschoss für 18 Senioren mit Hilfebedarf, darüber »Haus Mattheo« für 17 intensivpflegebedürftige und beatmungspflichtige Erwachsene und »Haus Lummerland« für 12 Kinder, die intensiv gepflegt werden müssen.

Das Projekt möchte zeigen, dass unterschiedliche Zielgruppen ein gemeinsames Pflegekonzept nicht ausschließen, sondern mehr noch ein generationsübergreifendes Wohnen auch im Alltag der Bewohner spürbar sein kann. „Mitten drin statt nur dabei“ nennt es Katja Luckhaus, Bereichsleitung für die Intensivpflege. „Das Miteinander ist für alle Altersgruppen ein Gewinn. Jung und Alt können voneinander lernen“, so Luckhaus. „Ganz konkret z. B. durch gemeinsame Ausflüge oder Grillabende“.

In allen Wohngemeinschaften sei viel Zeit für die Pflege da, betont Tanja Irmer, Bereichsleitung für die Alten- und Krankenpflege. Den Bewohnern solle ein selbstbestimmter Alltag ermöglicht werden, trotz ihrer Einschränkungen. „Um die Intensivpflege-Wohngemeinschaften voll belegen zu können und allen Anfragen gerecht zu werden, benötigen wir noch weiteres examiniertes Pflegepersonal“, so Katja Luckhaus. „Da wir ausschließlich examiniertes Pflegepersonal in den oberen zwei Stockwerken einsetzen und auch eine Intensivpflege- und Beatmungsweiterbildung für das gesamte Pflegepersonal voraussetzen bzw. wir die Weiterbildung übernehmen, bauen sich die WGs nur langsam auf.“

Im Frühjahr hatte bereits der Pflegedienst für häusliche Alten- und Krankenpflege »Konstantin« eröffnet – mitten in der Corona-Hochphase. „Nach den letzten eher zurückhaltenden Monaten können wir jetzt auch mit der ambulanten Pflege richtig loslegen“, so Tanja Irmer. Patienten werden noch aufgenommen, selbstverständlich halten die Pflegekräfte weiterhin die notwendigen Schutzmaßnahmen ein.

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