Dortmund abkühlen – Schneckenburger fordert Hitzeplan

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Gerade in der Dortmunder Innenstadt fehlt es an schattenspendenden Plätzen. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Um die Menschen in Dortmund besser vor Hitzewellen zu schützen, schlägt die Oberbürgermeisterkandidatin der GRÜNEN, Daniela Schneckenburger, vor, einen Hitzeplan zum Schutz der Gesundheit der Bürger*innen einzuführen.

„Viele Menschen, darunter besonders ältere Menschen, aber auch Tiere und Pflanzen in Dortmund leiden unter Hitzewellen, wie wir sie auch in diesem Sommer wieder erleben. Aufgrund des Klimawandels werden wir uns zukünftig vermehrt mit länger anhaltenden Hitzeperioden auseinandersetzen müssen. Das birgt Gesundheitsgefahren gerade für ältere und kranke Menschen. Unsere Bemühungen müssen deshalb darauf ausgerichtet sein, alles zu tun, um einerseits den Klimawandel zu bekämpfen und den Temperaturanstieg abzumildern.

Gleichzeitig muss es darum gehen, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu ermöglichen. Mittelfristig ist dazu die Entsiegelung von Flächen, die zusätzliche Einrichtung und Gestaltung von Grünflächen, die massive Neupflanzung von Bäumen oder auch die zusätzliche Dach- und Fassadenbegrünung insbesondere an öffentlichen Gebäuden hilfreich. Aber auch kurzfristig sind verschiedene Möglichkeiten umsetzbar, um die Folgen von Hitzewellen für Mensch und Natur in Dortmund abzumildern“, stellt Daniela Schneckenburger fest.

Konkret schlägt die GRÜNE Oberbürgermeister-Kandidatin folgenden kurzfristigen Hitzeplan für Dortmund vor:

1. Beratungstelefon und Unterstützung für Senior*innen und Risikogruppen
Die Hitze ist eine ernste Gefahr insbesondere für die Gesundheit von Senior*innen und Menschen anderer Risikogruppen. Für sie sollte eine Hotline der Stadt geschaltet und Unterstützung angeboten werden, wenn es z.B. nicht möglich ist, aufgrund der Hitzebelastung selbst einkaufen zu gehen.

2. Trinkwasser für alle
Während der Hitzewellen sind temporäre Trinkwasserspender in der Stadt aufzustellen. Dazu könnte ein Wassermobil der Stadtwerke an besonders frequentierten Plätzen Trinkwasser verteilen. Das betrifft insbesondere auch die Versorgung von obdachlosen Menschen, die oft keine Möglichkeit haben, sich unkompliziert mit Trinkwasser zu versorgen.

3. Wasser marsch an Brunnen und Hydranten
Alle vorhandenen Brunnen im Stadtgebiet können durch ihre vollständige Inbetriebnahme und den Einsatz zusätzlicher Wasserzerstäuber dazu beitragen, der Aufheizung der Stadt entgegenzuarbeiten.

4. Sonnenschirme an öffentlichen Plätzen
Gerade in der Innenstadt gibt es nur wenige Plätze, an denen man sich in den Schatten retten kann. Während einer Hitzewelle könnten deshalb auf öffentlichen Plätzen Sonnenschirme aufgestellt werden.

5. Wassersäcke für Bäume ausweiten
Schon jetzt gibt es an verschiedenen Bäumen in der Stadt Wassersäcke, mit denen Bäume bewässert werden. Dieses Programm muss massiv ausgeweitet werden.

6. Baumpat*innen unterstützen und belohnen
Viele Bürger*innen kümmern sich schon jetzt um die Bäume in ihren Straßen. Hier sollte es eine Kampagne geben, um viele weitere Baumpat*innen zu gewinnen. Dabei sollte auch geprüft werden, ob dieses Engagement z. B. mit den Vergünstigungen der Ehrenamtskarte belohnt werden kann.

 

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