Digitaler Dialog Wallring: Interessierte Bürger*innen sind gefragt

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Der Kfz-Verkehr auf dem Dortmunder Wallring soll langfristig neu organisiert werden, um mehr Raum für Rad- und Fußverkehr, Aufenthalt und Begrünung zu gewinnen. (Foto: Oliver Schaper/IN-StadtMagazine)

Für die Umgestaltung des gesamten Wallrings ist eine Verkehrsuntersuchung im Rahmen des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt der erste Schritt zu einem Umbau im Sinne der Verkehrswende und damit zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehr.

Ziel der Untersuchung ist es, die Vor- und Nachteile durch Umverteilung der Verkehrsflächen zu Gunsten von Radverkehr, Fußverkehr, Aufenthalt und Begrünung zu ermitteln. Da mit einer Umgestaltung Flächen für den fließenden Kfz-Verkehr reduziert werden müssen, werden diese verkehr­lichen Auswirkungen und damit verbundene Verlagerungen auf das umliegende Verkehrsnetz untersucht. In diesem Zusammenhang sind vier Planfälle entwickelt und untersucht worden, die jetzt zu erörtern sind.

Dazu sind alle Dortmunder*innen gefragt:
Welche Vor- und Nachteile erwarten Sie von den untersuchten Planfällen zum Umbau des Wallrings?

Alle Interessierten sind eingeladen, sich live zu beteiligen am
Digitalen Dialog Wallring

am Donnerstag, 28. Januar 2021,
von 18 bis 20 Uhr.

In der Veranstaltung werden die untersuchten Planfälle live vom beauftragten Gutachter Dr. Frank Weiser von der Brilon, Bondzio, Weiser Ingenieurgesellschaft vorgestellt. Für Fragen stehen der Umwelt- und Planungsdezernent Ludger Wilde und Andreas Meißner, Projektleiter Emissionsfreie Innenstadt, zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung von Gregor Schnittker und Jürgen Anton von IKU_Die Dialoggestalter.

Fragen können während der Veranstaltung per E-Mail (wallring@dialoggestalter.de) und per Telefon (0231) 50-2 29 15 eingereicht
werden.

Die Diskussion wird aufgezeichnet und kann nachträglich bis 14.2.2021 als Video angesehen werden.

Der Link zum Digitalen Dialog Wallring wird veröffentlicht auf der Projektwebsite www.dortmund.de/wallring. Unter diesem Link sind bereits weitere Informationen zu Planfällen und Bewertungskriterien der Verkehrsuntersuchung Wallring veröffentlicht.

Eine Anmeldung zum Digitalen Dialog Wallring ist nicht erforderlich. Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in die weitere Untersuchung ein.

Vier Planfälle
Diskussionsgrundlage für den Digitalen Dialog Wallring sind vier Planfälle, die die beauftragte Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser in Abstimmung mit der Stadtverwaltung entwickelt und deren verkehrliche Wirkungen untersucht hat. Sie sind veröffentlicht auf der Projektwebsite www.dortmund.de/wallring.

Planfall 1 – Umweltspur zwischen Westentor und Bornstraße
Im ersten Planfall wird unterstellt, dass auf dem Königswall und Burgwall zwischen Westentor und Bornstraße eine Umweltspur (für Bus- und Radverkehr) durch Entfall des äußeren Fahrstreifens eingerichtet wird.

Planfall 2 – Einbahnstraßenregelung gegen den Uhrzeigersinn
Der Planfall 2 sieht eine Einbahnstraßenregelung gegen den Uhrzeigersinn auf dem Wallring vor: Durch Umnutzung der inneren Richtungsfahrspuren wird Platz für die Einrichtung von Fußgänger- und Radverkehrsanlagen gewonnen. Einen verkehrlichen Vorteil bietet der Wegfall der Linksabbiegemöglichkeiten der auf den Wall zuführenden Straßen.

Planfall 3 – Fahrstreifenentfall
Der Planfall 3 schafft durch den Wegfall mindestens eines Fahrstreifens je Fahrtrichtung Platz für Fußgänger- und Radverkehrsanlagen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Radfahrstreifen, nicht um eine Umweltspur.

Planfall 4 – Unterbrechung des Wallrings am Hauptbahnhof
Die städtebauliche Wirkung durch die Schaffung eines neuen Platzraums vor dem Hauptbahnhof war leitend für die Auswahl dieses Planfalls. Er sieht eine Unterbrechung für den Kfz-Verkehr zwischen Bahnhofstraße und Freistuhl vor. Dort dürfen nur noch Busse und Taxen verkehren. Ergänzt wird dies um Umweltspuren in den zuführenden Wallabschnitten ab Westentor und Bornstraße.

Die Verkehrsuntersuchung für den Wallring ist eine von 16 Maßnahmen des EU-Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt. Die Europäische Union und dasLand Nordrhein-Westfalen unterstützen das Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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