Diese „Taube“ hält die Verbindung zur Welt – Caritas startete Solidarprojekt für Ältere

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Frau N. aus dem Lütgendortmunder St. Barbara-Heim füllt das Postfach mit den frisch „per Taube“ eingetroffenen Nachrichten. (Fotos: Caritas Dortmund)

Was tun, um die derzeitige besuchslose Phase den älteren Menschen erträglicher zu machen? Wie mit ihnen ein paar persönlichere Ideen bzw. Gedanken teilen, und gleichzeitig die derzeitigen Beschränkungen beachten?

Die Caritas Dortmund kommt diesem Problem in den von ihr geleiteten Alten- und Pflegeheimen der Stadt jetzt durch das Projekt „Digitale Brieftaube“ bei. Angelaufen ist die Aktion bislang überall dort, wo die Caritas die Leitung des Seniorenbüros im Stadtbezirk mit innehat – also in den Bezirken Innenstadt-Ost, Aplerbeck und Huckarde. Zudem ist noch Lütgendortmund, wo die Caritas seit Kurzem für das Quartiersmanagement zuständig ist, mit „im Boot“.

Die „digitale Brieftaube“ lädt alle Menschen der Stadt ein, ein paar positive Zeilen zu Papier zu bringen – seien es Gedichte, Geschichten oder nur persönliche Gedanken. Selbstverständlich darf auch gemalt oder gezeichnet werden – erlaubt ist alles, das Mut machen oder dem Empfänger vielleicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

  • Der eigene Beitrag wird dann allerdings anschließend nicht per Post verschickt, sondern abfotografiert und
  • anschließend einfach per WhatsApp oder Telegram an die Nummer 01621034490 gesendet.
  • Falls das nicht möglich ist, kann selbstverständlich auch eine Mail geschickt werden, die an kristina.sobiech@caritas-dortmund.de adressiert werden muss.
  • Die Einsendungen werden anschließend ausgedruckt und landen in kleinen Postboxen, die eigens zu diesem Zweck gebastelt und in den Pflegeheimen aufgestellt wurden.

Schon nach einer Woche Laufzeit waren auf diese Weise rund 30 Briefe bei ihren Empfängern angekommen, darunter viele herzerwärmende und originelle Einfälle (siehe Fotos). Die Caritas Dortmund bedankt sich herzlichst bei den Absendern und hofft auf viele weitere „Mutmacher“, um den Alltag derer zu erleichtern, die von der aktuellen Krise womöglich am schwersten betroffen sind.

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