Das „Weltinnovationscenter“ auf Phoenix West

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Ein „Blick in die Zukunft“: Im Rahmen von Dortmund.Live sprach Moderatorin Isabell Zillmer (r.) mit World-of-Walas-CEO Gerben van Straaten (Mitte). (Fotos: IN-StadtMagazine)

„This will be a very vibrant space“*, ist Gerben van Straaten, CEO von Worlf of Walas, überzeugt. Konkret spricht er vom Phoenix-West-Gelände, das World of Walas gemeinsam mit der Stadt Dortmund zukunftsfähig machen will. Am Abend dieses 20. Juni ist er ins Schalthaus 101 gekommen, um mit Moderatorin Isabell Zillmer vor laufender Life-Kamera über das Konzept zu sprechen.

Im Mai sollte es eigentlich wieder stattfinden: Das Stadtfest „DORTBUNT!“ Doch bereits Ende März war klar, dass das nicht möglich sein würde. Das Infektionsrisiko war zu groß, um gleich mehrere große Kulturveranstaltungen in und rund um die Dortmunder Innenstadt zuzulassen. Doch die Absage des Festes rief die Neovaude GmbH auf den Plan, die in Rekordzeit ein Konzept entwickelte, das Leben in Dortmund doch noch zu Wort kommen zu lassen. Mit Dortmund.Live entwarf die Firma ein Digitalformat, „um das, was die Stadt zu bieten hat, den Leuten nach Hause zu holen, auf’s Sofa“, so Zillmer.

Live erhielten die Zuschauenden Einblicke in die unterschiedlichsten Elemente des Dortmunder Lebens. „24 Stunden, 48 Orte und unzählige Geschichten“, fasst Neovaude-Projektleiter Simon Schlomberg zusammen. Denn tatsächlich eröffnete Oberbürgermeister Ullrich Sierau am 20. Juni um 12 Uhr auf dem Deusenberg das Digitalfestival, das am Folgetag zur gleichen Zeit mit seinem „Blick in die Zukunft“, wie es auf der Internetseite des Projekts heißt, „vom Kaiserberg am Phoenix See aus“ endete.

Es war nur ein kleiner Slot in diesem Mammutprogramm, zu dem van Straaten, Zillmer und Schlomberg im Schalthaus 101 zusammenkamen, von 20:08 Uhr bis 20:16 Uhr, bevor die Zuschauenden an ihren Endgeräten 25 Minuten aus dem Programm von Ingo Appelt verfolgen durften, an diesem Abend Gast bei „Ruhrhochdeutsch“, das im Schalthaus einen coronagerechten Veranstaltungsort gefunden hat. Doch was Gerben van Straaten zu sagen hatte, ließ aufhorchen. Als Eigentümerin des Schalthauses und des Hochofens hat World oft Walas spannende Pläne mit dem Phoenix-West-Gelände.

So soll einerseits der Hochofen saniert werden, um seine Attraktivität für den Tourismus zu steigern. Besonders interessant soll jedoch schon im Mai der Blick auf und in das Schalthaus sein. Auch hier soll die „DNA“ des Gebäudes erhalten bleiben, wenn auch „ein bisschen aufgeputzt“, wie van Straaten formuliert. Im Inneren aber soll ein „kreatives und innovatives Milieu“ entstehen. Konkret sind hier 180 „Boxen“ geplant, in denen sich möglichst vielfältige Firmen niederlassen werden. „It doesn’t have to be High Tech“**, macht van Straaten klar. Auch Handwerk und Kunst sind als Elemente dieses Ortes mitgedacht. Die 40 bis 50 ersten Firmen sollen bereits im Frühjahr einziehen. Bereits bestehende Kooperationen mit der TU Dortmund und WILO werden hier keine ganz unwesentliche Rolle spielen.

Rund 2.000 neue Arbeitsplätze sollen so in Hörde entstehen. Van Straaten plant mit einem „Weltinnovationscenter“. Dabei entspricht es dem Konzept von World of Walas, den Charakter des Schalthauses zu erhalten, aber „die Seele und das Herz zurückzubringen“. Auf diese Weise verknüpft das Projekt den „Blick in die Zukunft“ mit der Erinnerung an Hördes Industrievergangenheit.

* Dies wird ein sehr pulsierender Raum sein. ** Es muss keine Hochtechnologie sein.

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