CDU Dorstfeld fordert Aufklärung zum Thema illegales Wohnen am Iggelhorst und Auf dem Brümmer

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(Foto: IN-StadtMagazine)

Emmanouil Daskalakis, Ratsmitglied der CDU und Wilhelm Schulte-Coerne, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Dorstfeld, fordern von der Stadt Dortmund Klarheit, warum sie die Wohnnutzung auf einigen Grundstücken in den Straßen am Iggelhorst und Auf dem Brümmer mit Zwangsmitteln, deren Verhältnismäßigkeit zu bezweifeln ist und mit Fristsetzungen, die sogar schon vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als nicht begründet bezeichnet wurden, beenden will:

„Wir beobachten die Situation seit dem Herbst letzten Jahres sehr genau und führen Gespräche mit betroffenen Bürgern und Vertretern der Stadt Dortmund. Unser Gefühl ist, dass den betroffenen Mitbürgern Unrecht getan wird.

Im Mai 2019 erklärte ein Vertreter der Stadtverwaltung im Rat, dass ungenehmigte Wohnnutzungen im Rahmen der Bearbeitung einer Beschwerde in 2018 entdeckt wurden und ein Vorgehen baurechtlich geboten war. Dabei weiß die Stadt schon seit langem nachweislich vom Wohnen am Standort. Warum geht die Stadt erst jetzt der Frage der Wohnnutzung nach?

Es gibt eine weitere mögliche Erklärung für die Art des Vorgehens der Stadt. Im Internet war ein Inserat der Firma Aroundtown zu finden. Diese bietet in unmittelbarer Nachbarschaft riesige Produktions- und Lagerflächen an, zunächst genannt als verfügbar ab Q4 2019.

Wenn es einen Sachzusammenhang gibt zwischen der Industrieansiedlung und der diese möglicherweise gefährdenden Wohnnutzung in unmittelbarer Nähe, würde das den Nachdruck und Zeitdruck seitens der Stadt erklären.

Die Stadt Dortmund hat auf Anfrage der Ruhr Nachrichten jüngst erklärt, dass es keinen Kontakt des Bauordnungsamtes zu Aroundtown gegeben habe. Zu möglichen Kontakten anderer Ämter der Stadt Dortmund zu Aroundtown macht sie keine Angaben.

Ein Sprecher von Aroundtown hat gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärt, dass man sich hinsichtlich der Zukunft des Geländes in Kontakt mit verschiedenen Ämtern und Behörden der Stadt Dortmund befindet.

Wenn die Aussage von Aroundtown zutreffend ist, liegt hier ein Widerspruch vor, den die Stadt Dortmund aufzuklären hat.

Ist es nicht auch von öffentlichem Interesse, frühzeitig über eine mögliche Industrieansiedlung informiert zu werden?

Das ungewöhnliche Vorgehen der Stadt ist mit erheblichen Risiken (z.B. Schadenersatz für Mietausfälle) und, falls eine Industrieansiedlung durch Rechststreitigkeiten mit den Anwohnern nicht mehr zustande kommt, mit möglichen Verlusten an Wirtschaftskraft und entgangenen neuen Arbeitsplätzen, verbunden. Das kann man aus gesamtstädttischer Verantwortung nur bedauern.

Wir sind der Ansicht, dass man Industrie- und Gewerbeansiedlungen transparent und bürgernah angehen soll.

Es sind Gräben aufgerissen worden, die sich nur schwer werden schließen lassen.

Die Stadt Dortmund ist nach Ansicht der Unterzeichner aufgefordert, nun umfassend zu informieren und der Politik und der Öffentlichkeit die Gelegenheit zu einer sachlich fundierten Beurteilung zu geben.“

Emmanouil Daskalakis                                  Wilhelm Schulte-Coerne

 

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