BUND fordert Böllerverbot zu Silvester

0
12
Die frei werdenden Gelder sollten lt. BUND für Corona-Geschädigte verwendet werden. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Thomas Quittek, Sprecher des BUND Dortmund, äußert sich zu dem Thema:

Die Corona-Pandemie forciert die Diskussion um ein Böllerverbot zu Silvester auch in Dortmund. In den Niederlanden ist ein solches Verbot bereits beschlossen, um die Krankenhäuser im Fall von Unfällen zu entlasten. In Deutschland steht die Entscheidung noch aus. Einige Kommunen haben bereits angekündigt, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Dortmund unterstützt ein solches Verbot. Er bittet den neu gewählten Rat, kurzfristig einen entsprechenden Beschluss zu fassen. In den letzten Jahren hatte die Stadt ein Verbot nur auf ausgewählten öffentlichen Plätzen aus Gründen des Brandschutzes erlassen.

Die Corona-Lage sowie hohe Schadstoff- und Lärmbelastungen erfordern aus der Sicht des BUND nun ein Böllerverbot für das ganze Stadtgebiet zumindest in diesem Jahr. Damit würden die Unfallgefahren für Menschen und Tiere vermieden und ein maßgeblicher Beitrag zur Luftreinhaltung geleistet.

Im vergangenen Jahr wurde der zulässige Freistaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auch zwei Tage nach Silvester an der Messstation Steinstraße mit 117 und an der Brackeler Straße mit 256 Mikrogramm pro Kubikmeter erheblich überschritten.

Der BUND bitte die Bevölkerung, in diesem Jahr auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu verzichten und schlägt vor, die eingesparten Gelder in einen von der Stadt und sozialen Trägern einzurichtenden Hilfsfonds für Corona-Geschädigte einzuzahlen.

guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments