BUND Dortmund bietet Praxis-Seminare zum Obstbaumschnitt

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Obstgehölzpfleger Jochen Helle leitet die Praxis-Seminare im Botanischen Garten Rombergpark (Foto: BUND)

Auch in diesem Jahr führt der BUND die Praxis-Seminare zum Obstbaumschnitt an drei Samstagen im Botanischen Garten Rombergpark unter Leitung des Obstgehölzpflegers Jochen Helle fort.

2. Februar 2019, 10.00–16.00 Uhr
16. Februar 2019, 10.00–16.00 Uhr
2. März 2019, 10.00–16.00 Uhr

Im Mittelpunkt der Seminare steht das Erlernen der verschiedenen Schnitttechniken an Bäumen, die nach einer theoretischen Einführung auf einer Streuobstwiese vorgeführt werden. Mit dem richtigen Obstbaumschnitt erhält man schöne Baumkronen, die gute Ernten sicher tragen können. In diesem Schnittkurs vermittelt Obstgehölzpfleger Jochen Helle die Schnitttechnik für junge Obstbäume in Theorie und Praxis.

Die Kurse finden im Bildungsforum Schule, Natur und Umwelt (Am Rombergpark 35a) und auf der Streuobstwiese nebenan statt. Kosten: 30 Euro (für Nicht-Mitglieder), 10 Euro (für BUND-Mitglieder). Anmeldung: BUNDteam@bund-dortmund.de

Der BUND hatte Anfang 2018 die Patenschaft über die Streuobstwiese im Botanischen Garten Rombergpark übernommen. Damit verbunden sind der regelmäßige Schnitt der Obstbäume sowie die Mahd der Wiese.

Aus Anlass des Jahrestages der Übernahme der Patenschaft pflanzten Jochen Helle und Thomas Quittek (Sprecher des BUND Dortmund) jetzt zwei Apfelbäume mit alten Sorten – einen „Riesenboiken“ und einen „Luxemburger Triumph“.

Der „Riesenboiken“ ist eine alte Sorte, die in Westfalen oft auf Streuobstwiesen gepflanzt wurde. Die Bäume wachsen kräftig und sind sehr robust. Riesenboiken sind typische Wirtschaftsäpfel für die Verarbeitung zu Apfelmus oder Saft und lassen sich gut lagern. Der „Luxemburger Triumph“ ist ebenfalls ein sehr robuster Baum der selbst in den Höhenlagen des Sauerlandes noch gute Erträge bringt.

Die Äpfel verwendet der BUND für seinen „Echt Dortmunder Apfelsaft“. Der Saft wird in Dortmunder Läden und Cafés angeboten. Eine Kiste mit 12 Flaschen kostet 17,70 Euro inkl. Pfand.

Der BUND sucht noch Interessierte, die bei der Pflege der Streuobstwiesen mithelfen wollen. Kontakt: BUNDteam@bund-dortmund.de

Zum Hintergrund:
Streuobstwiesen sind heute wichtige Refugien für Flora und Fauna. Diente die Streuobstwiese ursprünglich hauptsächlich der gesunden Ernährung der Bevölkerung, änderte sich das mit der ökologischen Bewegung der 1980er und 1990er Jahre. Heute steht die Streuobstwiese für wesentlich mehr: Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und die Besinnung auf dieses traditionelle Kulturgut“.