Bis einschl. 1. Juni keine Besuche in Dortmunder Krankenhäusern möglich

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Symbolfoto: pixabay

Die Leitungen der Dortmunder Krankenhäuser haben Sorge, dass das Land Besuche in Krankenhäusern demnächst wieder ermöglichen könnte. Um Patientinnen und Patienten und das Personal zu schützen, ist es ihnen jedoch wichtig, das Risiko von COVID-19-Infektionen in Krankenhäusern so gut es geht zu verringern. Besuche bedeuten ein erhebliches Risiko.

Auch, wenn bei einer möglichen Lockerung der Bestimmungen einrichtungsbezogene Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte greifen: Die Leitungen der Krankenhäuser sehen größte Schwierigkeiten darin, im Krankenhausalltag personell und organisatorisch dafür zu sorgen, dass alle Hygienevorgaben in den Besuchszeiten ordnungsgemäß eingehalten werden. Den Krankenhäusern fehlt hierfür das nötige zusätzliche Personal. Der personelle und organisatorische Aufwand ist immens. So sind Zeiten, Häufigkeit, Anzahl und Daten der Besuche nachzuhalten.

Die Krankenhausleitungen haben das Dortmunder Gesundheitsamt gebeten, moderierend tätig zu werden. In einem Abstimmungsgespräch sprachen sich die Dortmunder Krankenhäuser gemeinschaftlich für eine einheitliche Besuchsregelung bis einschließlich 1. Juni 2020 aus. Demnach sollen weiterhin keine Besuche im Krankenhaus stattfinden. In besonderen klinischen Situationen (z. B. Schwerst- oder Langzeiterkrankungen) sowie z. B. auf Geburts-/Kinderstationen und auf Palliativstationen können Besuche im Einzelfall dennoch mit den behandelnden Ärzten vereinbart werden. In den psychiatrischen Krankenhäusern bzw. psychiatrischen Abteilungen werden Besuche gesondert geregelt.

Das Gesundheitsamt trägt diese Regelung in vollem Umfang mit. „Es geht nicht darum, den Bürgerinnen und Bürgern etwas zu verwehren, sondern deutlich zu machen, dass jeder Angehörige mit dem Verzicht auf Besuche weiterhin einen wertvollen Beitrag zum Infektionsschutz im Krankenhaus leistet. Wir hoffen auf ein breites Verständnis in der Dortmunder Bevölkerung“, sagt Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts.

Die Krankenhäuser unterstützen Patientinnen und Patienten vielfach bereits in alternativen Formen der Kommunikation mit Angehörigen, etwa durch Videotelefonie.

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