Besucherrekord im Brauerei-Museum Dortmund

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Ein Blick in die Ausstellung. (Fotos: Brauerei-Museum)

Das Brauerei-Museum verzeichnet in diesem Jahr die besten Besuchszahlen seit seinem Umzug an die Steigerstraße im Jahre 2006.

Mehr als 23.000 Besuche wurden gezählt – das sind 4.000 mehr als im Vorjahr. Schon 2018, als der Eintritt noch einmalig für das ganze Jahr 5 Euro kostete, hatte das Museum mit 19.200 die bis dahin beste Besucherresonanz. Seit Anfang 2019 ist der Eintritt in die Dauerausstellungen der städtischen Museen ganz frei – damit konnte diese Zahl nun noch einmal gesteigert werden.

Besonders spürbar zeigte sich der Effekt der neuen Regelungen in den ersten Monaten des Jahres. Viele Dortmunderinnen und Dortmunder nahmen offenbar die Gelegenheit wahr, sich wieder einmal eines ihrer Traditionsmuseen anzuschauen.

Das Brauerei-Museum war 1982 auf dem Gelände der Dortmunder Kronen-Brauerei eröffnet worden. Es verstand sich als Lehrmuseum der Bierbrauerei und war eng an die Kronenbrauerei angebunden. Der Eintritt ins Museum war ebenso kostenlos wie die Besichtigung der Brauerei. Entsprechend populär waren die Brauereibesichtigungen, die stets mit einem kräftigen, geselligen Umtrunk endeten. So bewegten sich die Besuchszahlen während der 1980er und der frühen 1990er Jahre auf einem noch deutlich höheren Niveau als heute.

Nach dem Verkauf der Kronen- an die Dortmunder Actien-Brauerei 1996 geriet das Museum allerdings in eine isolierte Insellage und musste 2001 geschlossen werden.

2006 öffnete das neue Brauerei-Museum Dortmund seine Pforten am Standort der Dortmunder Actien-Brauerei in historischen Räumen der Hansa-Brauerei. Das städtische Museum wurde gut angenommen, die Publikumsresonanz blieb aber gemessen an den 1980er und 1990er Jahren doch unterhalb der Erwartungen. So erreichten die Besuchszahlen während der ersten sechs Jahre ein Niveau von gut 12.000.

Ab 2013 fanden dann zunehmend mehr Gäste den Weg an die Steigerstraße. Die Besuchszahlen stiegen auf ein um 30, während der letzten Jahre um 50 Prozent höheres Niveau.

Die erfreuliche Entwicklung hat mehrere Gründe. Zum einen waren Großveranstaltungen wie die Extraschicht, die lange Museumsnacht oder auch die Tage der offenen Tür in den vergangenen Jahren stets sehr gut besucht. Vor allem aber profitiert das Museum von den steigenden Touristenzahlen, die die Stadt Dortmund seit einigen Jahren registriert. Das Brauerei-Museum ist zu einem Touristikziel geworden. Der Anteil ausländischer Besucherinnen und Besucher übersteigt in manchem Monat die 20-Prozent-Marke. Darunter sind nicht wenige Fußballtouristen, die sich zu den Heimspielen des BVB  aus der Schweiz, den Niederlanden, Schottland und England auf den Weg in die Westfalenmetropole machen.

Darüber hinaus bleibt das Museum ein beliebtes Ausflugs- und Festziel von Firmen und Vereinen. Denn dort können Museumsbesuch, die Besichtigung einer der größten und modernsten Braustätten Deutschlands und eine ausführliche Bierverkostung miteinander verbunden werden.

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