Bessere Förderbedingungen für die Werkssiedlung Oberdorstfeld

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Nicht alle Wohnhäuser in der historischen Siedlung Oberdorstfeld wurden so aufgewertet. Das soll sich durch die verbesserten Förderbedingungen ändern. (Foto: IN-StadtMagazine)

Der Rat der Stadt hat in seiner September-Sitzung die Neufassung der Förderrichtlinien des Hof- und Fassadenprogramms für die Werkssiedlung Oberdorstfeld zugunsten der Antragstellerinnen und Antragssteller beschlossen.

Alle in den Richtlinien aufgeführten Fördergegenstände sollen zukünftig mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Die Beschränkung der Förderung auf 12 bis 30 Euro pro Quadratmeter gestalteter Fläche bei den hier betroffenen kleinen Flächen entfällt.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau ermutigt die Eigentümerinnen und Eigentümer in der Werkssiedlung Oberdorstfeld dazu, an der Sanierung teilzunehmen:

„Die Werkssiedlung Oberdorstfeld ist ein erhaltenswertes Stück Baugeschichte und somit auch Geschichte dieser Stadt. Die Stadt Dortmund möchte jede Eigentümerin und jeden Eigentümer darin unterstützen, diese Strukturen für die Nachwelt und damit eine lebenswerte Nachbarschaft ansprechend zu erhalten.“

Um einen Anreiz für die denkmalgerechte Aufwertung der Siedlung zu schaffen, werden die Eigentümerinnen und Eigentümer bei ihren Aufwertungsmaßnahmen mithilfe eines speziell für die Werkssiedlung Oberdorstfeld konzipierten Förderprogramms finanziell unterstützt.

Im Mai 2017 hatte die Stadt Dortmund den Startschuss für das Hof- und Fassadenprogramm in der Werkssiedlung gegeben. Vorerst bis zum 31.12.2020 unterstützen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund Investitionen in das denkmalgeschützte Aussehen der Siedlungshäuser und Vorgärten mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung.

Weiterhin gute Chancen auf einen Zuschuss
Bisher hat die Stadt Dortmund mit Eigentümerinnen und Eigentümern rund 45 Vereinbarungen über Investitionen in Höhe von insgesamt rund 250.000 Euro abgeschlossen. Diese denkmalgerechten Maßnahmen werden mit rund 105.000 Euro Fördermitteln bezuschusst. Damit stehen noch knapp zwei Drittel des gesamten Fördervolumens von 290.000 Euro für private Denkmaleigentümerinnen und –eigentümer zur Verfügung, um bauliche Maßnahmen zur Erhaltung und gestalterischen Aufwertung des historischen Erscheinungsbildes zu fördern. Die Chancen auf einen Zuschuss stehen also noch gut. Gefördert wird auch der Rückbau von gestalterischen Schwachstellen, zum Beispiel aus der Zeit vor der Unterschutzstellung.

Beispiel für eine bereits umgesetzte Sanierung in der Hügelstraße. (Fotos: Stadt Dortmund)

Gemeinsam das historische Erscheinungsbild erhalten
Aufgrund der städtebaulichen und baugeschichtlichen Bedeutung der Werkssiedlung besteht ein großes öffentliches Interesse am Erhalt des historischen Erscheinungsbildes. Hierzu bedarf es des Engagements und der Bereitschaft möglichst vieler Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer, Instandsetzungen, bauliche Maßnahmen und gestalterische Verbesserungen an Fassaden und Grünflächen, insbesondere Vorgärten mit ihren Zuwegungen, Treppen und Einfriedungen vorzunehmen.

Bereits im Jahr 1993 wurde die ab 1913 errichtete Werkssiedlung Oberdorstfeld wegen ihrer Bedeutung für die Geschichte des Arbeiterwohnungsbaus und ihres Zeugniswertes für die Dortmunder Stadtentwicklung unter Denkmalschutz gestellt. Inzwischen sind jedoch viele Gebäude instandsetzungsbedürftig, Grün- und Freiflächen pflegebedürftig. Darüber hinaus werten bauliche Veränderungen aus der Zeit vor der Unterschutzstellung und ungenehmigte Maßnahmen das historische Erscheinungsbild ab.

Dank für Investitionen an Denkmaleigentümer
Oberbürgermeister Ullrich Sierau dankt der Bauherrin und dem Bauherrn – stellvertretend für alle bisherigen Antragstellerinnen und Antragssteller – für ihr Engagement und die Investition in die denkmalgerechte Erhaltung der Siedlung. Als zusätzliches Dankeschön überreicht der Bezirksbürgermeister den Denkmaleigentümern eine von der Künstlerin Bettina Brökelschen gestaltete Tasse mit Dorstfelder Motiven – darunter unverkennbar die Werkssiedlung Oberdorstfeld. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West spendiert allen Fördernehmern eine unverkäufliche Dorstfeld-Tasse des Stadtbezirksmarketings. Diese werden nach Abschluss der Maßnahmen von der Denkmalbehörde übergeben.

Weitere Informationen zum Förderprogramm in der Werkssiedlung Oberdorstfeld
Das Hof- und Fassadenprogramm für die Werkssiedlung Oberdorstfeld wird gemeinsam vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und dem Amt für Stadterneuerung betreut.  Erste Ansprechpartnerin ist die Denkmalbehörde am Burgwall 14: denkmalbehoerde@dortmund.de

Das Antragsformular, Info-Flyer und weiterführende Informationen zum Hof- und Fassadenprogramm stehen auch im Internet bereit unter: www.werkssiedlung-oberdorstfeld.dortmund.de/

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