Beratung und Betreuung im Container

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(vl. l.) Irina Guse (Bloedorn EastTrans), Björn Henkel (Bloedorn Container), Kerstin Stolper (Bloedorn Spedition), Andreas Gerstner (Bloedorn Trans-Asia) und Dr. Horst Röhr (1. Vorsitzender Dortmunder Tafel e. V.) während der Spendenübergabe; (Foto: privat)

Die Dortmunder Unternehmensgruppe Bloedorn übergab der Dortmunder Tafel Anfang November eine Spende in Höhe von 5.500 Euro. Mit der Spende baut die Tafel ihr Beratungs- und Betreuungsangebot in den beiden Raumcontainern, die Bloedorn der Tafel bereits im Frühjahr dieses Jahres kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, weiter aus.

Dr. Horst Röhr, erster Vorsitzender der Dortmunder Tafel e. V., erklärt, was es mit dem kunterbunten Container am Tafel-Standort in der Nordstadt auf sich hat: „Wir haben hier einen Raum geschaffen, der als Anlaufstelle für unterschiedliche Beratungs- und Betreuungsangebote der Tafel dient. Auf diese Weise können wir auch außerhalb der Essensausgabe mit Familien in Kontakt kommen. Übergeordnetes Ziel ist es, kleine Anstöße zur Selbsthilfe zu geben. Genau hierfür wird die Spende auch eingesetzt.“

Seit dem Frühjahr wächst das Angebot im Container stetig und wird gut angenommen. „Die Kunden mussten das neue Angebot erstmal kennenlernen. Mit dem neuen Raum konnten wir eine Kontinuität schaffen, die besonders in dieser Anlaufphase wichtig ist. Das strahlt Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit aus“, berichtet Röhr. Mittlerweile gibt es an mehreren Tagen in der Woche Angebote für Familien.

  • Die „Bescheid-Erklärer“ vom Jobcenter helfen Tafel-Kunden zum Beispiel an jedem Montagnachmittag, Post vom Jobcenter und ähnliche Schreiben zum Beispiel zum ALG II oder auch Darlehen besser zu verstehen.
  • Dienstags gibt der Familien Info Point kleine Anstöße. Der Info Point ist eine Kooperation mit den Frühen Hilfen der Stadt Dortmund. Eltern bekommen hier bei Kaffee und Kuchen frühe Hilfe für jede Lebenssituation rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt, Familie, Bildung, gesundes Aufwachsen und vieles mehr
  • Freitags wird der Container zur gemütlichen Lese-Ecke mit den „Lesemäusen“. Kinder von Tafel-Kunden sowie von umliegenden Kitas lauschen dann gebannt ehrenamtlichen Vorlesern.
  • An fast allen Einkaufstagen der Tafel gibt es zudem eine Kinderbetreuung, sodass die Kinder der Tafel-Kunden sich nicht langweilen, während die Eltern ihre Einkäufe erledigen.

Björn Henkel von Bloedorn Container freut sich über dieses Ergebnis. „Zu sehen, wie kreativ unsere Container hier genutzt werden und wie toll die Kinder sie selbst gestaltet haben, macht wirklich Spaß. Besonders jetzt bei dem grauen Wetter, sind die Container ein richtiger Hingucker.“

Die Bloedorn Spedition verbindet eine längere Kooperation mit der Tafel. Bereits im Jahr 2017 half die Spedition mit einem größeren Warentransport. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr mit der Spende das tolle Angebot der Tafel weiter unterstützen können“, sagt Kerstin Stolper, Geschäftsführerin der Bloedorn Spedition.

Die Dortmunder Tafel bedient derzeit 1.900 Familien im gesamten Stadtgebiet. Über die insgesamt acht Ausgabestellen werden etwa 5.000 Kinder (0-18 Jahre) mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgt.

Die Arbeit der Dortmunder Tafel wäre nicht denkbar ohne die tatkräftige Hilfe vieler Menschen. Über 400 Ehrenamtliche bringen sich regelmäßig bei der Dortmunder Tafel ein, um Woche für Woche zwischen 80.000 kg und 100.000 kg Lebensmittel einzusammeln und an ca. 14.000 Menschen zu verteilen. Ihr Einsatz ist das Herzstück des Vereins, und jede einzelne Stunde, die eingebracht wird, trägt zum Gelingen des Ganzen bei.

Das Engagement der Helfer reicht von der Bereitschaft, einige Stunden im Monat einzuspringen, bis hin zu täglichem Einsatz in einem der Tafel-Bereiche.

 

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