Umbau der Ritterstraße und Übelgönne schreitet voran

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Ortstermin an der Baustelle. (Fotos: Stadt Dortmund)

Am 10.12.2018 haben das Tiefbauamt und die Dortmunder Netz GmbH (DONETZ) mit dem Ausbau der Ritterstraße und der Übelgönne im Bereich von Rheinischer Straße bis Unionstraße begonnen. Ritterstraße und Übelgönne werden umgestaltet sowie Gas- und Wasserleitungen erneuert bzw. verlegt.

Die Straßenbaumaßnahme wird vom Amt für Stadterneuerung unterstützt und ist eines der letzten Projekte des Stadtumbauprogramms Rheinische Straße. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwölf Monate andauern.

Informationen zum Umbau der Ritterstraße und der Übelgönne
In Anlehnung an das städtebauliche Konzept Dortmunder U wurde die Fläche zwischen dem Königswall und der Unionstraße, nördlich der Rheinischen Straße und südlich der Gleisanlagen der Deutschen Bahn, neu entwickelt. Das ehemalige Gelände der Dortmunder Unionbrauerei hat sich zu einem Standort für Kultur, Bildung, Kreativität und Dienstleistung entwickelt. Überregional bedeutsame Einrichtungen, wie z. B. das Museum Ostwall, die Fachhochschule Dortmund und zwei Berufskollegs, sind auf dem ehemaligen Gelände der Unionbrauerei beheimatet. In direkter Nachbarschaft schließt das Freizeitzentrum West (FZW) an, das durch den Umzug an die Ritterstraße bundesweit als Veranstaltungsort an Bedeutung gewinnen konnte. Südlich des FZW liegt das Einkaufszentrum Westcenter, dessen Anziehungskraft über die Grenzen des Quartiers hinausgeht.

Mit der Bebauung der Unionbrache einerseits und der angestoßenen Entwicklung des Bereichs zwischen Unionstraße und Ritterstraße andererseits haben sich die verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen an die Ritterstraße und Übelgönne verändert. Der Straßenumbau reagiert auf den Bedeutungszuwachs der Straßen und lässt Optionen für weitere Bautätigkeiten auf der U-Fläche und dem näheren Umfeld.

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange.

Beschreibung des Straßenumbaus
Zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Ritterstraße / Rheinische Straße wird die Ritterstraße zur Einbahnstraße, die von der Rheinischen Straße in Richtung Norden befahren werden kann. Die Fahrbahn umfasst eine Fahrspur mit einer Breite von 3,50 Meter, die auf Höhe des FZW leicht verschwenkt ist. Die Fahrbahn der Übelgönne umfasst zwei Fahrspuren mit einer Breite von jeweils 2,75 Meter im Zweirichtungsverkehr (Fahrbahnbreite insgesamt: 5,50 m). Die Geschwindigkeit wird auf beiden Straßen auf 30 km/h begrenzt. Dadurch kann der Radverkehr auf der Fahrbahn mitgeführt werden. Ein deutlich erkennbarer Radfahrstreifen auf der Westseite der Ritterstraße sichert einen ungehinderten Radverkehr in südliche Richtung entgegengesetzt dem Kraftfahrzeugverkehr. Die beschriebenen Straßenquerschnitte ermöglichen weiterhin einen Anlieger- und Lieferverkehr.

Auf der Ritterstraße wird ausschließlich auf der Ostseite längsseitig geparkt. Aufgrund der großen Anzahl von Häusereinfahrten können auf der Westseite keine öffentlichen Parkplätze angeboten werden. Die Gehwegbreite liegt im Schnitt bei 3,50 Meter. Vor dem FZW wird der westliche Gehweg auf ca. sieben Meter aufgeweitet, so dass eine Aufenthaltsfläche entsteht, welche mit Bänken und einer Baumreihe ausgestattet wird. Auf der Übelgönne wird ausschließlich auf der Südseite schräg geparkt. Südlich des Parkstreifens grenzt ein einseitiger drei Meter breiter Gehweg an. Auf der Nordseite bleibt ein Schrammbord bestehen.

Die Trennung von Fahrbahn und Gehwegen erfolgt mit Hochbordsteinen, die im Bereich der Grundstückszufahrten abgesenkt werden. An den Straßenkreuzungen werden barrierefreie Querungen eingebaut. Im Zuge der Baumaßnahme Ritterstraße und Übelgönne wird die bereits vorhandene Querungshilfe auf der Unionstraße, die südlich an die Kreuzung Unionstraße und Übelgönne angrenzt, sowohl barrierefrei ausgebaut als auch leicht nach Süden versetzt. Eine Verlegung soll das problemlose Abbiegen des Lieferverkehrs aus der Übelgönne sicherstellen.

Für die städtebauliche Gestaltung werden unter Berücksichtigung der örtlichen Versorgungsleitungen und in Abstimmung mit der Feuerwehr Straßenbäume in den Grünflächen zwischen den Stellplätzen und im Gehwegbereich vor dem FZW gepflanzt. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert und mit LED-Technik ausgestattet. Darüber hinaus werden Fahrradabstellplätze gebaut, die das vorhandene Angebot in der Benno-Elkan-Allee und nördlich der Übelgönne ergänzen.

Die Gestaltung und Materialwahl der Gehwege und der Stellplätze sowie die mobilitätsgerechte Ausführung orientieren sich an dem baulich umgestalteten und angrenzenden Teilbereich der Rheinischen Straße (Gehweg: rechteckiges graues Betonpflaster, Parkstreifen: rechteckiges anthrazitfarbenes Betonpflaster).

Die Entwurfsplanung wurde auf einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung am 04.05.2017 den Anliegerinnen und Anliegern, Eigentümerinnen und Eigentümern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßten den Straßenneubau und die damit verbundene städtebauliche Aufwertung des öffentlichen Raumes. Insbesondere der schlechte Straßenzustand ließ an einer Notwendigkeit der Umbaumaßnahme keine Zweifel.

Kosten
Die Kosten für die Umgestaltung betragen rund 1,65 Mio. Euro. Die Maßnahme wird mit Mittel des Bundes und Landes NRW und der Stadt Dortmund finanziert. Es werden Beiträge nach dem Kommunalabgabegesetz NRW von den anliegenden Grundstückseigentümern/- eigentümerinnen erhoben.

Zahlen und Fakten

  • ca. 550 m³ Bodenausbau
  • ca. 1000 to Asphalt aufnehmen
  • ca. 3000 to Straßenbefestigung aufnehmen
  • ca. 900 to Teerbeläge aufnehmen
  • ca. 2300 to Frostschutzschicht herstellen
  • ca. 2200 to Schottertragschicht herstellen
  • 28 Stck Straßenabläufe setzen
  • ca. 300 m Entwässerungsleitungen herstellen
  • ca. 1100 m Bordsteinanlage herstellen
  • ca. 2800 m² Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht herstellen
  • ca. 120 m² Pflanzsubstrat einbauen
  • ca. 3200 m² Betonrechteckpflaster verlegen
  • ca. 140 m² barrierefreies Pflaster verlegen
  • ca. 900 m Rinnenanlage herstellen
  • ca. 25 m Winkelstützen setzen6 Stck  Sitzblöcke versetzen
  • 10 Stck Fahrradbügel einbauen
  • 12 Stck Leuchten versetzen
  • 15 Stck Bäume pflanzen
  • Neu- und Umlegung von Gas-, Wasser- und Stromleitungen

Bauablauf
Für die Zeit des Ausbaus wird die Übelgönne für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Ritterstraße wird zur Sackgasse. Der Verkehr wird über die Rheinische Straße und Unionstraße geführt.

Im Anschluss erfolgt der Ausbau der Ritterstraße in mehreren halbseitigen Teilabschnitten, während dieser Zeit wird die Übelgönne zur Sackgasse. Der Verkehr wird dann über die Unionstraße und Rheinische Straße geführt. Der Anliegerverkehr bleibt weiterhin möglich.

Anliegerinfo
Es wird sichergestellt, dass sämtliche Geschäfte, Büros, Hauseingänge, Garagen etc. während der Bauzeit gegebenenfalls mittels Provisorien erreichbar bleiben. Die Anlieger werden auf direktem Wege mit Anliegerinformationsblättern über die Baumaßnahme informiert. Je nach Baufortschritt und Verkehrsführung werden weitere Informationen verteilt.

Ausführende Firma
Krutmann GmbH & Co. KG