Schlussspurt beim Stadtradeln

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Symbolfoto: IN-StadtMagazine

Über 280.000 km haben die Dortmunder*innen beim STADTRADELN bereits auf dem Fahrrad zurückgelegt – das ist fast schon das Endergebnis, das 2019 erreicht wurde. Bereits eine Woche vor Ende der Aktion ist damit ein neuer STADTRADELN-Rekord greifbar nah. Ein starkes Zeichen für den Radverkehr in Dortmund.

Bis zum 25.9. können noch neue Teammitglieder und Kilometer gesammelt werden, um für ein besseres Klima in die Pedale zu treten. Bislang hat sich die Zahl der Teilnehmenden auf 2.000 gesteigert. Zum Schlussspurt der Aktion des Klimabündnisses läuft nun auch die Europäische Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September 2020 mit vielen Veranstaltungen rund um nachhaltige Nahmobilität. Begleitet wird sie von großen Fahrradveranstaltungen in der Stadt sowie im ganzen Ruhrgebiet. Viele Gründe zum UmsteiGERN.

Zwischenbilanz der beiden Stadtradeln-Stars 
Die STADTRADELN-Stars Lisa und Maximilian von der TU Dortmund machen es bereits vor und haben seit dem Start am 5. September kein Auto von innen gesehen. Alle Blogbeiträge der beiden STADTRADELN-STARS können auf der Seite www.stadtradeln.de/Dortmund nachgelesen werden.

Lisa fällt ihr Umstieg nicht schwer. Als passionierte Alltagsradlerin freut sie sich, wenn sie Mitmenschen für das Radfahren begeistern kann. Maximilian hingegen hat das gemeinsame Auto seiner Frau überlassen und setzt erstmals seit seiner Führerscheinprüfung ganz auf das Fahrrad.

Maximilian und Lisa sind sich einig, dass der Radverkehr in Dortmund mehr Platz und Qualität braucht. „Obwohl ich viel Auto fahre, bin ich eher pro Fahrrad“, gesteht Maximilian. Unaufmerksame Rechtsabbieger und parkende Autos auf Radwegen würden teilweise zu gefährlichen Situationen führen. Er denkt, dass die Dortmunder*innen umsteigen würden, wenn mehr Platz für den Radverkehr zur Verfügung stünde. In den kommenden Tagen möchte er sich deshalb schlau machen, welche Radverkehrsprojekte in Dortmund geplant sind. Bisher hat er vom Radwall, dem RS1 und Fahrradstraßen nur am Rande gehört.

Lisa kennt die Probleme im dichten Stadtverkehr schon länger und würde sich freuen, wenn die Meldemöglichkeit von Hindernissen und Gefahrenpunkten an die Stadt transparenter und einfacher funktionieren würde. Bisher können sich Dortmunder*innen direkt an den Fahrradbeauftragten oder an das Bürgerbüro wenden. Wie komplex und vielschichtig die Prozesse in der Radverkehrsplanung sind, hat sie zufällig bei einer Radtour erfahren, auf
der sie mit dem Rad- und Fußverkehrsbeauftragten Fabian Menke ins Gespräch gekommen ist. Sie kann sich gut vorstellen, dass aufklärende Öffentlichkeitsarbeit hier für mehr Verständnis in der Bürgerschaft sorgen könnte.

Während Maximilian anpeilt jede Woche 100 km mit dem Fahrrad zu fahren, ist Lisas Ziel, alle Frühstücksrunden mitzuradeln. Wer selbst sonst noch Anlässe zum Radfahren sucht, wird bei den Terminhinweisen auf der STADTRADELN-Seite im Netz fündig: www.stadtradeln.de/dortmund.

Alle Erfahrungen, die die Radelnden auf dem Fahrrad gesammelt haben, können im Übrigen noch bis zum 30.11.2020 in den ADFC-Fahrradklima-Test einfließen. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wieder hunderttausende Radfahrer*innen dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. Die Stadt Dortmund schließt sich dem Aufruf an und hofft auf rege Teilnahme und interessante Ergebnisse: fahrradklima-test.adfc.de/.

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