Protest gegen Weiterbau der Brackeler Straße (L663n) von Asseln nach Unna

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Auf Initiative der Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) haben gestern (18.6.) gut 100 Menschen aus Bürgerinitiative, Parteien, Umwelt- und Verkehrsverbänden sowie betroffene Anwohner zur Sitzung des Dortmunder Rates vor der Westfalenhalle 2 gegen den geplanten Weiterbau der OWIIIa (L663n) von Asseln über Wickede bis in den Kreis Unna mit Anbindung an die A1 bei IKEA in Kamen demonstriert. © BISuF

„Schützt unseren Freiraum – Stoppt OWIIIa“ hieß es auf Spruchbändern vor der Westfalenhalle, wo der Rat am 18.6. zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammenkam.

Umwelt- und Verkehrsinitiativen sowie das Dortmunder Klimabündnis wenden sich
weiter entschieden gegen die Fortführung der Planungen für die vierspurige
Landesstraße L663n nach Unna nördlich von Asseln und Wickede. „Wir bekämpfen diese Straße seit über 30 Jahren, weil sie Natur zerstört und nicht mehr zeitgemäß ist“, so Thomas Quittek vom BUND. Nach dem neuen Landschaftsplan würde die L663n den größten lärmarmen Freiraum im Dortmunder Osten zerschneiden und die Naturschutzgebiete „Wickeder Holz“ und „Wickeder Ostholz“ mit dem Pleckenbrinksee tangieren.

Auch verkehrlich ist der Nutzen der Straße äußerst fraglich. „Die Entlastung für den
Hellweg ist minimal, während über 26.000 zusätzliche Fahrzeuge pro Tag über die
neue Trasse fahren würden,“ meint Stefan Herbst von der Bürgerinitiative „Schützt
unseren Freiraum“. Während die Stadt die B1-Ampeln zur Minderung des Verkehrs
erhalten will, holen SPD und CDU mit der L663n enormen Verkehr in die Stadt.
„Auch klimapolitisch ist diese Straße kontraproduktiv. Sie konterkariert die CO2-
Minderungsziele der Stadt und erzeugt zusätzlich Stickstoffdioxid und Feinstäube auf
der Brackeler Straße, auf der gerade erst eine Umweltspur eingerichtet wurde.“,
kritisiert Friedrich Laker, Sprecher des Klimabündnisses Dortmund, in dem über 8000
Mitglieder zusammengeschlossen sind.

Das Geld sollte sinnvoller zur Förderung des Umweltverbundes verwendet werden.
„Während es hier zwei zusätzliche Planstellen für ein höchst fragwürdiges
Straßenbauprojekt gibt, hat die Stadt Dortmund kein Geld für die seit vielen Jahren
weitgehend brachliegende Entwicklung des Stadtbahnnetzes“ merkt Lorenz Redicker
vom VCD an.

Die Verbände kündigen erbitterten Widerstand gegen diese „verkehrliche Altlast“ an
und fordern SPD, CDU und FDP auf, die Planung endlich aufzugeben.

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