Ostwall ist von heute an wieder auf 3 Spuren befahrbar

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Die Fahrbahnverengung als Maßnahme gegen die Raserszene war ein voller Erfolg und kann – sofern nötig – auch wieder in Betracht kommen. (Symbolfoto: pixabay)

Die Sperrung zweier Spuren am Ostwall wird heute (Dienstag, 12. Mai 2020) wieder aufgehoben. Die Fachfirma hat am Vormittag im Auftrag des Tiefbauamtes mit den Abbauarbeiten begonnen und wird voraussichtlich bis Nachmittag damit fertig werden.

Mit Betonelementen wurde der Ostwall am 30. März von drei Fahrspuren auf eine verengt. Durch die Corona-Situation hatte das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt sehr deutlich abgenommen. Anhänger der Raser-Szene hatten dies offenbar als Einladung ausgelegt und den Ostwall verstärkt für ihre Rennen ausgenutzt.

Die Dortmunder Polizei und die Stadt Dortmund ziehen bei der Bekämpfung der Raser- und Tuningszene in der Innenstadt an einem Strang. Und so ist die Stadt der Bitte der Polizei, diese Fahrbahnverengung als Maßnahme gegen die Szene mitzutragen gerne gefolgt. Die ungewöhnliche Maßnahme war ein Erfolg. Die Beschwerden gingen rasch und mehr als deutlich zurück. Die Erfahrungen zeigen: eine temporäre bauliche Verengung von Straßen eignet sich als Baustein im Kampf gegen die Raser- und Tuningszene durchaus gut und kann – sofern möglich – auch wieder in Betracht kommen.

Inzwischen nimmt der Verkehr in der City mit den schrittweisen Öffnungen nach dem Corona-bedingten Lockdown wieder zu. Er hat zwar noch nicht das gewohnte Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht, die Verengung führt also noch nicht zu Staus am Ostwall. Jedoch ermöglicht der doch bereits rege, aber flüssige Verkehr einen Abbau der Absperrungen ohne Vollsperrung.

Um es auf den Punkt zu bringen: Dass die baulichen Maßnahmen am Ostwall nun zurückgenommen werden, ist keine gute Nachricht für die Raser-und Tuningszene, denn die Kontrollen am Ostwall gehen wie an anderen Teilen des Walls weiter.

Das Ende dieser Einzelmaßnahme stellt somit keinen Freifahrtschein dar. Im Gegenteil: Gemeinsam gehen Polizei und Stadt seit Jahren geschlossen und mit zahlreichen Maßnahmen gegen die Szene vor und lassen dabei nicht nach.

Den Wall möchten die Behörden genauso wenig wie andere Bereiche der Stadt denen überlassen, die keinerlei Rücksicht nehmen – weder auf das Ruhebedürfnis der Anwohner*innen, noch auf die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer, die sie durch illegale Rennen und hohe Geschwindigkeiten riskieren.

 

 

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