Fahrbericht Kia ProCeed GT – Sportlicher Shooting Brake mit 204 PS

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Spricht Emotionen an: der Kia ProCeed GT. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Die wohl sportlichste Form eines Kombis ist ein Shooting Brake. Der Nutzwert von fünf Türen und üppigem Laderaum mischt sich mit der Designsprache eines Coupés. Mercedes hat dies frühzeitig erkannt und bereits vor Jahren mit dem CLA ein völlig neues Segment erschlossen. Jetzt schickt sich ausgerechnet ein Autobauer aus Korea an, dem Premium-Hersteller gehörig in die Parade zu fahren. Kia hat Anfang dieses Jahres den ProCeed ins Rennen geschickt und bringt das von Mercedes eingeführte Shooting-Brake-Konzept auf ein neues Level.

Auto Aktuell der IN-StadtMagazine fuhr den Kia ProCeed GT mit dem 150 kW (204 PS) starken 1,6-Liter-Turbobenziner.

Ein Schmankerl für Sportler und Designfans
Mit seinem sexy Shooting-Brake-Kleid löst der fünftürige ProCeed GT sofort positive Emotionen aus. Kein Wunder: Das Sportcoupé ist mit 1,42 Metern das flachste Fahrzeug im gesamten C-Segment und wirkt – mit einer geschwungenen Dachlinie versehen – äußerst schlank und geschmeidig. Das fesche Exterieur steht deutscher Premium-Ware in nichts nach. 18 Zoll große Alus lassen den GT stramm auf dem Asphalt stehen, das GT-Logo am Kühlergrill, sowie zahlreiche rote Zierelemente, Heckdiffusor und Duplex-Klappenauspuffanlage setzen sportliche Akzente. Der absolute Hingucker aber ist das freche Heck: Mit dem durchgehenden Leuchtband erinnert es uns an das des Porsche Panamera. Abgekupfert – das aber gekonnt. Mit 4,61 Metern ist der ProCeed übrigens genauso lang wie der neue Kombi der Ceed-Familie.

Cooles Design ohne nennenswerten Raumverlust
Erstaunt sind wir über die üppigen Platzverhältnisse im Inneren unseres Testfahrzeuges. Eigentlich wird es nur beim Kopfraum im Fond etwas enger. Beim Basis-Kofferraumvolumen liegt der ProCeed mit 594 Litern knapp 100 Liter über dem des aktuellen Mercedes CLA, beim maximalen Ladevolumen verdoppelt sich der Abstand nahezu. Rollt die Neuaflage des CLA Shooting Brake im Herbst dieses Jahres zu den deutschen Premium-Händlern, ändert sich daran nicht viel. Zudem lassen sich die Rücksitzlehnen im ProCeed im Verhältnis 40:20:20 teilen. Es gibt viel Stauraum unter dem Ladeboden und ein ausgeklügeltes Schienensystem auf ihm.

Platz nehmen wir auf coolen, straff gepolsterten Sportsitzen, die in der GT-Version mit roten Kontrastnähten versehen sind. Gebürstetes Metall, zahlreiche rote Applikationen, Aluminium-Sportpedale und ein schwarzer Dachhimmel verleihen dem Innenraum ein sportliches und zugleich edles Ambiente.

Üppige Palette an elektronischen Helferlein
Unser Kia-Sportler präsentiert sich umfassend ausgestattet. LED-Scheinwerfer, Smart-Key, Audiosystem mit 8-Zoll-Navigation, Smartphone-Schnittstelle, Rückfahrkamera und Klimaautomatik – alles ist an Bord! Hinzu kommt ein breites Assistenzspektrum von Frontkollisionswarner über Spurhalte- und Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung und Müdigkeitswarner bis hin zum intelligenten Parksystem. Eine elektrische Heckklappe ist auch inklusive, das JBL-Premium-Soundsystem hämmert ordentlich Bass raus. Parallel dazu sorgt die Klappenauspuffanlage für eine dezent knallende akustische Untermalung, der Drive-Mode-Schalter für das passende Motor-Mapping.

ProCeed GT: Jetzt geht die Post ab
Angetrieben von 204 Pferden kann das Testfahrzeug erstaunlich sportlich um die Kurven flitzen, hält dank seines straffen Fahrwerks klasse die Spur und erfreut uns mit einer ausgezeichnet direkten Lenkung. Kia bietet für den ProCeed mit Sport und Normal zwei Fahrmodi an. Wenn die Sport-Taste gedrückt wird, legt der Shooting Brake eindrucksvoll los und sorgt dank des Soundgenerators für sportliche Untermalung. Die Gänge lassen sich unserer Meinung nach viel zu präzise und knackig einlegen, um für 2000 Euro Aufpreis ein optionales Doppelkupplungsgetriebe zu ordern. Der Sprint des ProCeed GT auf Tempo 100 ist in 7,5 Sekunden abgeschlossen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bei 230 km/h.

Fazit
Mit ordentlichem „Panamera-Schwung“ ist Kia auf CLA-Jagd gegangen und zeigt eindrucksvoll, wie man sich über seinen Look ebenso wie über Funktionalität definieren kann. Den Kia ProCeed GT-Line gibt’s ab 27.690 Euro, die GT-Version ist ab 31.190 Euro zu haben. Kia gibt übrigens sieben Jahre Garantie, einzigartig in der Branche.

Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 8,4; außerorts 5,8; kombiniert 6,8. CO2-Emission: kombiniert 155 g/km. Effizienz­klasse: C. Abgasnorm Euro 6d-Temp.

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