FAHRBERICHT: Gelungenes Upgrade: Mazda2 technisch und optisch aufgefrischt

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Der Mazda2 2020 wird gehobenen Ansprüchen an Qualität, Raffinesse und Fahrspaß im B-Segment mehr als gerecht. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Auto Aktuell der IN-StadtMagazine nahm den Mazda2 als Sondermodell Kizoku unter die Lupe.

Rund fünf Jahre nach seinem Debüt erfährt der Mazda2 mit dem Modelljahr 2020 erstmals umfassende technische und optische Änderungen, die den Einsteiger in das Mazda Modellangebot in die zweite Etappe seines Lebenszyklus führen. So gibt es den Mazda2 jetzt nur noch als 5-Türer, es steht ausschließlich ein 1.5 Liter Benziner mit 75 oder 90 PS zur Wahl. Ist dieser mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe bestückt, befindet sich jetzt auch das Mild-Hybridsystem Mazda M Hybrid an Bord. Ein Startergenerator unterstützt den Benziner, beispielsweise beim Anfahren. In Ausrollphasen kann er Bremsenergie zurückgewinnen. Optional fährt der japanische Kleinwagen auch mit einer 6-Gang Wandlerautomatik (90 PS Version) ohne Mild-Hybridsystem vor.

Wir fuhren den Mazda2 als Sondermodell Kizoku mit 90 PS Triebwerk mit Mild-Hybridsystem.

Vielleicht ist es nicht das Wichtigste – aber für manchen Mazda-Fan das Spektakulärste: Die Lackierung im leuchtenden Magmarot Metallic, die auch unser Testfahrzeug in ein ganz besonderes Licht rückt. Ein Rot, welches das Licht so intensiv reflektiert, wie es außer bei Mazda wohl kaum zu sehen ist – einfach stark! Die klaren Linien, ein ausdrucksstarker neuer Frontgrill im Wabenmuster, eine in den schmalen Scheinwerfern auslaufende Chromschwinge und die neue Frontschürze beeindrucken uns auf Anhieb. Serienmäßig fährt der Mazda2 jetzt mit LED-Scheinwerfern vor. Auch im Heckbereich wurde die Optik durch eine neue Heckschürze und eine veränderte Signatur der LED-Leuchtmittel der Rückleuchten geschärft. Dabei werden die LED in den Scheinwerfern in 20 Blöcke unterteilt, um die Verteilung und Reichweite der Lichtstrahlen noch exakter zu steuern. Die hochglänzenden 16-Zoll-Leichtmetallfelgen in Silber unterstreichen die Sportlichkeit des Japaners.

Ideale Sitzposition und ergonomische Bedienung
Die Qualität im Innenraum mutet äußerst hochwertig an, alles wirkt sehr aufgeräumt und sachlich. Offenheit ist hier Trumpf, der Fahrer wird in den Mittelpunkt gerückt, indem alle Anzeigen perfekt auf ihn ausgerichtet und auf das Wesentliche reduziert sind. Die erweiterte Smartphone-Integration via Apple CarPlay® und Android Auto® ermöglicht, geeignete Apps von unserem Smartphone direkt auf dem Mazda Connect Display anzuzeigen und unter anderem per Sprachsteuerung spielend leicht zu bedienen. Für die Passagiere im Fond bietet der Mazda2 ausgesprochen viel Kopffreiheit. Neben einem verbesserten Sitzkomfort unterstützt das neue Design der Vordersitze eine aufrechte Stellung des Beckens, um damit Bewegungen des Kopfes zu reduzieren, Ermüdung zu minimieren und das Fahren zu erleichtern. Das Kofferraumvolumen (250–950 Liter) geht in Ordnung.

Hohes Ausstattungs- und Sicherheitsniveau
Eine Vielzahl aktiver Sicherheitssysteme, die Mazda unter dem Begriff i-Activsense zusammenfasst, hilft dem Fahrer dabei, in kritischen Situationen richtig zu reagieren und greift im Bedarfsfall auch aktiv in das Fahrgeschehen ein, um Unfälle zu vermeiden, beziehungsweise deren Folgen abzumildern. Im von uns gefahrenen Sondermodell Kizoku sind u. a. Sitzheizung, Klimaautomatik, Spurhalteassistent (LDWS), Spurwechselassistent Plus (BSM), Cruisematic sowie eine Aus- und Einparkhilfe inkl. Rückfahrkamera an Bord. Informationen des Infotainment- und Kommunikationssystems werden auf dem zentralen 7-Zoll-Touchscreen oben auf dem Armaturenträger dargestellt. Features wie Head-up-Display, Verkehrszeichenerkennung, Adaptiv-Tempomat, Müdigkeitserkennung oder 360-Grad-Monitor sind dem Topmodell „Sport“ vorbehalten.

Unaufgeregt, präzise und elektrifiziert
Der Mazda2 gehört zu den leichtesten Fahrzeugen im Kleinwagensegment. Bei einer Länge von 4,07 Metern und einer Höhe von 1,50 Metern gelang es Mazda durch die Skyactiv Vehicle Architecture und die Skyactiv Technologien, das Leergewicht auf 1.025 Kilogramm zu beschränken. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 lässt sich unter 10 Sekunden bewerkstelligen, die Höchstgeschwindigkeit gibt Mazda für den von uns gefahrenen Skyactive-G 90 M Hybrid mit 183 km/h an. Der Testwagen wirkt direkt und knackig, fährt unaufgeregt und präzise. Fein schalten lässt sich das serienmäßig verbaute Sechsganggetriebe. Das Mild-Hybridsystem Mazda M Hybrid ist ein gelungener, konservativer Schritt, um den CO2-Ausstoß des Mazda2 zu senken. Dabei kommt das System mit 22,5 Volt aus. Ein riemengetriebener Startergenerator ergänzt das regenerative Bremssystem i-Eloop, das bei Mazda ohnehin schon im Regal lag. Hinzu kommt ein Kondensator als Stromspeicher. Damit gewinnt das System nicht nur wie bisher Bremsenergie zurück. Es unterstützt nun außerdem den Benzinmotor bei Last mit zusätzlichem Drehmoment.

Mazda2 Kizoku: Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 4,8; außerorts 3,7; kombiniert 4,1. CO2-Emission (g/km) kombiniert 94.

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