FAHRBERICHT: Aus jedem Blickwinkel ein echter Hingucker

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Das sportlich inspirierte Design kombiniert den markanten NISSAN Crossover-Look mit echtem Coupé-Styling. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Auto Aktuell der IN-StadtMagazine nahm den neuen Nissan Juke unter die Lupe.

Im Herbst 2010 rollte mit der 1. Generation des Nissan Juke ein etwas verrücktes Mini-SUV erstmals auf Deutschlands Straßen. Mit üppigen Rundungen und skurrilen Scheinwerferaugen polarisierte der futuristisch anmutende Japaner: You can love it or you can hate it! Trotz oder gerade deshalb fand das Modell weltweit enormen Zuspruch. Mehr als eine Million Exemplare wurden bis heute verkauft, vor allem jüngere Fahrer, Singles und Paare fanden an der mutigen und gewagten Design-Komposition Gefallen. Kürzlich kam die zweite Generation des Nissan Juke, die jetzt auch verstärkt Familien als Zielgruppe ins Visier nimmt, hierzulande auf den Markt.

Wir fuhren den Newcomer in der Ausstattungsvariante N-DESIGN mit 117 PS Triebwerk.

Eines vorweg: Die Designer haben hervorragende Arbeit geleistet! Trotz eines deutlich sportlicheren Zuschnitts als sein Vorgänger polarisiert das Design weiterhin, schließlich sorgt der kleine Crossover damit seit jeher für Aufsehen. Der elegante Stil eines Coupés trifft auf die satte Haltung eines SUV und die Abmessungen einer kleinen Schräghecklimousine. Länger, breiter und höher als ihr Vorgänger versprüht die zweite Modellgeneration mehr Dynamik denn je. Die Frontpartie wird geprägt von den modelltypischen runden Scheinwerfern, die jetzt serienmäßig in Voll-LED-Ausführung gehalten sind und ein neues LED-Motiv in Y-Form aufweisen, sowie dem charakteristischen dreidimensionalen V-Motion-Kühlergrill. In der Seitenansicht fällt insbesondere das scheinbar schwebende Dach im Coupé-Stil ins Auge, die Heckansicht prägen scharfkantige LED-Rückleuchten im dreidimensionalen Bumerang-Stil. Ein einzigartiger Look, dem wir uns kaum entziehen können. Leicht cremefarben und perlmuttartig kommt die elegante Lackierung Pearl-Whitemetallic an unserem Testfahrzeug daher, das Dach in edlem Schwarzmetallic bildet dazu einen wunderbaren Kontrast – Daumen hoch!

Mehr Stil, mehr Platz und mehr Technik
Der neue Nissan Juke ist 4,21 m kurz, ohne Außenspiegel 1,80 m breit und 1,56 m hoch, was den Einstieg äußerst bequem ausfallen lässt. Von den hochwertigen Soft-Touch-Materialien über die ergonomischen Bedienelemente bis hin zur Ambientebeleuchtung: Bei der Gestaltung des Innenraums steht der Fahrer stets im Mittelpunkt. Der Innenraum unseres Testfahrzeugs ist für maximalen Style mit Alcantara-Einsätzen und silberfarbenen Applikationen ausgekleidet, Sportsitze sorgen für guten Seitenhalt, das intuitive Cockpit-Design mit großem 8“-Touchscreen inklusive Navigation und Digital-Radio für maximale Übersicht. Ein großes 7“-Instrumentendisplay bündelt alle Fahrerinformationen. Das Infotainment-System Nissan Connect beherrscht Apple CarPlay und Android Auto für eine gute Smartphone-Integration und fungiert auch als WLAN-Hotspot, so dass wir unsere eigenen Geräte drahtlos verwenden können. Hinzu kommt die Vernetzung via App, so dass man den Ölstand oder Reifendruck bequem vom heimischen Sofa abfragen kann – Hightech pur! Der Kofferraum offeriert mit 422 Litern ein ordentliches Fassungsvermögen (maximal 1302 Liter).

Kleines Manko: Das kleine Heckfenster schränkt beim Rangieren den Blick nach hinten stark ein. Doch wir kommen nicht ins Schwitzen: Ein Around View Monitor gibt uns eine 360°-Rundumsicht auf unser Fahrzeug. Perfekt!

Fortschrittlichste Technologien
Die aus LEAF und Qashqai bekannte ProPILOT Technologie entlastet in Verbindung mit einem sportlichen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) jetzt auch Juke Fahrer. Das Assistenzsystem lenkt, bremst und beschleunigt das Fahrzeug selbstständig, so dass auf Autobahnen zeitweise ein teilautomatisiertes Fahrerlebnis entsteht. Dabei hält der Japaner selbsttätig einen festgelegten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und passt sich dem Verkehrsfluss an. Das System kann das Fahrzeug sogar komplett stoppen und wieder anfahren lassen, sobald der Verkehr wieder in Gang kommt. Ein umfangreiches Sicherheitsnetz knüpfen Technologien wie der intelligente Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung, eine Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung sowie ein Spurhalte-, ein Querverkehrs- sowie ein Totwinkelassistent.

Unter der Motorhaube arbeitet ein effizienter, kultivierter DIG-T-Turbobenziner mit drei Zylindern, der aus einem Liter Hubraum 117 PS entwickelt. Nur kurz ist nach dem Kaltstart der typische Dreizylinder-Klang zu vernehmen, ansonsten bleibt es auch auf der Autobahn äußerst leise, bei gut 180 km/h ist Schluss. Das Fahrverhalten können wir mit den drei Modi Eco, Standard und Sport den individuellen Vorlieben anpassen.

Die Preise für den neuen Nissan Juke starten im schon üppig ausgestatteten „VISIA“ bei 18.990 Euro. Für das von uns gefahrene Modell N-DESIGN müssen gut 7.000 Euro draufgelegt werden.

Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 6,2-6,0, außerorts 4,5, kombiniert 5,1; CO2-Emissionen kombiniert (g/km): 118-116; Effizienzklasse: B.

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