Die Elektromobilität kommt

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Reichweiten-Challenge von Frankfurt nach Paris: Der Hyundai KONA Electric legte mit einer Batterieladung 506 km zurück. (Foto: Mondial de L’automobile)

Über eine Million Teilnehmer ließen die Veranstalter der Mondial Paris Motor Show 2018 im Oktober 2018 jubeln. Trotz einer verkürzten Dauer von 16 auf 11 Tagen fanden sich 1.068.194 Besucher zum 120-jährigen Jubiläum des meist besuchten Automobilereignisses der Welt ein. Im Mittelpunkt der Messe stand das Thema Elektromobilität: Zwar fristen Elektroautos in Deutschland ein bislang trauriges Dasein und sind eher eine Randerscheinung auf unseren Straßen. Beim Autosalon in Paris wurde indes klar: Fast alle Hersteller sind unterwegs in die neue elektrifizierte Welt.

Selbst wenn die Verkaufszahlen im Jahr 2018 noch gering sind, befindet sich der Automobilmarkt in einer exponentiellen Wachstumsphase. Allerdings tat sich die Industrie bisweilen schwer damit, die noch geringe Nachfrage überhaupt zu befriedigen: Käufer eines Hyundai IONIQ Elektro, der mit unnachahmlicher, vollelektrischer Dynamik, Wirtschaftlichkeit und CO2-Emissionsfreiheit aufwarten kann, müssen viele Monate auf ihr Fahrzeug warten. Der Nissan Leaf ist das weltweit meist verkaufte Elektroauto – dennoch wurde der japanische Automobilhersteller vom Erfolg des Nachfolgemodells überrascht. Käufer müssen viel Geduld aufbringen, bis sie ihren neuen Stromer in Empfang nehmen können. Plug-in-Hybrid-Modelle wie der Audi A3 e-tron sind seit Monaten ausverkauft. Kaum ein Hersteller kann derzeit ein fabrikneues Elektroauto innerhalb weniger Wochen liefern.

Die Autoindustrie hat aber keine Wahl: Um die Flottenverbrauchsziele im Jahr 2021 zu erfüllen, dürfen die verkauften Autos im Schnitt nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Um diesen Wert als Durchschnitt zu erreichen, gibt es im Augenblick keinerlei Alternative zur Elektrifizierung der Antriebe.

Fördertopf für E-Fahrzeuge noch immer prall gefüllt
Der Umweltbonus beträgt aktuell für reine Batterieelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge 4.000 Euro und für Plug-In Hybride 3.000 Euro. Für reine Batterieelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge beträgt der Bundesanteil am Umweltbonus 2.000 Euro und für Plug-In Hybride 1.500 Euro. Der Eigenanteil des Automobilherstellers am Umweltbonus ist im Kauf- bzw. Leasingvertrag mindestens in der Höhe des Bundesanteils am Umweltbonus auszuweisen.

NEU: Ab dem 1. Januar 2019 erhalten Elektro- oder Hybrid-Autos, die als Dienstwagen privat genutzt werden, einen Steuervorteil gegenüber Verbrennern.