Abbiegeassistenten werden bei städtischen Nutzfahrzeugen Standard

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Symbolfoto: pixabay

Im Stadt-Verkehr kommt es immer wieder zu Unfällen von Lkw mit Radfahrern oder Fußgängern. Vor allem beim Rechtsabbiegen werden Radfahrer und Fußgänger häufig übersehen. Das trifft insbesondere auf Nutzfahrzeuge ab einem zulässigen Gesamtgewicht (zGG.) von 3,5 Tonnen zu.

Um dieses Gefährdungspotenzial zu reduzieren, hat der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund nun beschlossen, die entsprechenden städtischen Nutzfahrzeuge mit sogenannten Abbiegeassistenten nachzurüsten. Für die Beschaffung von Fahrzeugen soll so ein Abbiegeassistent gleichzeitig zum Standard werden. Diese Abbiegeassistenten weisen den Fahrenden auf nahe Radfahrer und Fußgänger hin, die sich rechts vom Fahrzeug befinden.

Die Festlegung, ab welcher Fahrzeugklasse die städtischen Nutzfahrzeuge mit Abbiegeassistenten nach- und ausgerüstet werden, leitet sich hierbei eins zu eins aus der Forderung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates ab. Vorbild ist aber auch die Vorgehensweise des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das BMVI wird die Nutzfahrzeuge ab einem zGG. von 3,5 Tonnen seiner nachgeordneten Behörden in 2019 mit Abbiegeassistenten nachrüsten.

Vor dem Hintergrund der realen Gefährdung sowie der Tatsache, dass die EU erst ab 2024 einen verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenten vorsieht, wird deutlich, dass die Stadt Dortmund durch die bereits jetzt begonnene Maßnahme mit guten Beispiel vorangeht und den Schutz der Verkehrsteilnehmer ernst nimmt.

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