Aus für Veranstaltungen im Torhaus Rombergpark – Kulturbüro hofft auf langfristige Erhaltung als Kulturort

0
47
Ob und in welcher Form das Torhaus Rombergpark umgebaut wird und damit für öffentliche Veranstaltungen wieder zur Verfügung stehen kann, werden die zuständigen Dienststellen der Stadt nun klären. (Foto: Roland Gorecki / Dortmund Agentur)

Das Torhaus Rombergpark muss geschlossen werden: Das 1681 erbaute, als Denkmal geschützte Gebäude mit seiner schmalen Wendeltreppe darf für öffentliche Veranstaltungen nicht länger genutzt werden, wie eine Überprüfung des Brandschutzes im Januar ergab. Problematisch sind insbesondere der Zugang über die Wendeltreppe, die nicht als Fluchtweg gilt, und fehlende weitere Fluchttüren. Somit war die Ausstellung „Lebensschichten“ der Künstlerinnen Tanja Melina Moszyk und Solmund Rita Schnell (18. November bis 9. Dezember) die vorerst letzte im Torhaus.

Das städtische Kulturbüro nutzt das Torhaus als Städtische Galerie, seit 1968 finden regelmäßig Kunst-Ausstellungen in den historischen Mauern statt. Außerdem ist das Torhaus Spielort der bundesweit renommierten städtischen Reihe „Gitarrenmusik im Torhaus“ mit acht Konzerten pro Jahr. Auch Ambiente-Trauungen können künftig dort nicht mehr stattfinden.

Das Kulturbüro als Träger der Einrichtung hat sich nach anfänglichem Schock kurzfristig um Alternativen für die Ausstellungen der städtischen Galerie im Torhaus sowie die beliebten Gitarrenkonzerte gekümmert und ist fündig geworden: Neue Spielorte sind der Pavillon vor dem Dortmunder U (Leonie-Reygers-Terrasse) und die Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte.

Heimische bildende Künstlerinnen und Künstler können nach Ende der Pink Floyd-Ausstellung im Februar 2019 an zentraler Stelle im neuen Pavillon am Dortmunder U ausstellen. Der Pavillon wurde als Shop und Kasse für die Pink Floyd-Schau errichtet, wird aber dauerhaft auf dem Platz vor dem U stehen bleiben. Er muss für die Nutzung als Ausstellungsraum noch hergerichtet werden. Die betroffenen Künstlerinnen und Künstler werden kurzfristig über die neue Entwicklung informiert.

Die Gitarrenkonzerte des Kulturbüros finden ein neues Domizil in der Rotunde des MKK (Hansastr. 3). Der neue Name der Reihe: „Gitarrenmusik in der Rotunde“.  Das Programm wird in Kürze bekannt gegeben.

Ob und in welcher Form das Torhaus Rombergpark umgebaut wird und damit für öffentliche Veranstaltungen wieder zur Verfügung stehen kann, werden die zuständigen Dienststellen der Stadt nun klären. Eine Entscheidung obliegt am Ende der Politik. Auch Fragen des Denkmalschutzes spielen eine relevante Rolle.

Das Kulturbüro hofft sehr, das Torhaus als Kulturort langfristig erhalten zu können: „Das Torhaus ist ein Kleinod als Veranstaltungsstätte und in der Dortmunder Bevölkerung sehr beliebt. Wir werden alle Möglichkeiten prüfen, die uns eine kulturelle Nutzung wieder ermöglichen und alles daran setzen, das Torhaus als Kulturort zurückzugewinnen“, sagt Claudia Kokoschka, Leiterin des Kulturbüros Dortmund.

Hintergrund: Torhaus Rombergpark
Das Torhaus Rombergpark am Nordeingang des Botanischen Gartens Rombergpark entstand 1681 und gehört zu den wenigen komplett erhaltenen Relikten des ehemaligen Schloss Brünninghausen, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Es wird seit 1968 als städtische Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen und Konzertveranstaltungen genutzt. Das Torhaus ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500