Au-Pair – auch für Senioren eine Option

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"Leih-Omas" helfen Gastfamilien im Ausland bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. (Foto: pixabay)

Den Begriff „Au-Pair“ verbinden viele Menschen direkt mit jungen Erwachsenen, die nach dem Schulabschluss für ein Jahr Erfahrungen im Ausland sammeln wollen.
Mittlerweile hat sich dieses Beschäftigungsfeld auch auf die ältere Generation ausgerichtet, denn der Bedarf nach Leih-Omas und -Opas ist vorhanden.

Um unangenehme Überraschungen oder übertriebene Erwartungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, über die entsprechenden Vermittlungsagenturen rechtzeitig Kontakt mit der potenziellen Gastfamilie aufzunehmen. Anhand von Briefen, E-Mails, Telefonaten oder Bildkonferenzen über Skype stellen die Familie und die Au-pair-Bewerberin meist schnell fest, ob die Chemie zwischen ihnen stimmt. Hierfür sollten beide Seiten 3–6 Monate „zum Beschnuppern“ einplanen.

In dieser „Kennenlernphase“ lassen sich auch bereits grundlegende Fragen zur Unterbringung und zum Arbeitsalltag klären: Wer etwa über die Teilnahme an einem Sprachkurs vor Ort nachdenkt, sollte sich bereits im Vorfeld erkundigen, wie viel Freizeit die Familie für den Gast einplant und ob auch eine Teilnahme an Familienaktivitäten vorgesehen ist.

Die Hauptaufgabe der Au-Pair ist die Entlastung der Gasteltern in Form der Kinderbetreuung und Haushaltshilfe. Die Gegenleistung ist freie Kost und Logis sowie bei den meisten Gastfamilien ein Taschengeld. Die Höhe des Taschengeldes und Reisekostenzuschusses ist individuell zu vereinbaren.

Bei Aufenthalt außerhalb der EU sollte im Vorfeld erfragt werden, ob neben dem Reisepass noch ein Visum notwendig ist.
Die Auslandsreisekrankenversicherung ist ein ebenso wichtiger Faktor, der vor Aufenthaltsantritt abgeschlossen werden sollte. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nämlich nur die Kosten des gesetzlichen Standards des Urlaubslandes und keinen Rücktransport.

Die mittlerweile zahlreichen Vermittlungsagenturen zeigen den offensichtlichen Bedarf. Die Agenturen fungieren jedoch lediglich als Mittelsmann zwischen Gastfamilie und Au-pair. Weitere Absprachen finden individuell, am besten im Vorfeld, statt. Bei eventuellen Schwierigkeiten vor Ort ist ein Au-pair auf sich selbst gestellt.

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