Anpfiff für „Heimspiel“ in Hörde

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Julia Boßmeyer (vorne r.), Leiterin des Ambulant Betreuten Wohnens „MittelPunkt“ der Diakonie Dortmund, mit den Mitarbeitenden der „Heimspiel“-WG in dem Neubau in der Hörder Hochofenstraße. (Fotos: Diakonie)

Ein möglichst selbstbestimmtes Leben für junge Erwachsene mit Beeinträchtigungen ermöglicht die neue Wohngemeinschaft „Heimspiel“, die am Montag, 1. Juni 2020, in Dortmund-Hörde bezogen wurde.

Begleitet von der Diakonie, wagen hier acht Menschen den ersten Schritt aus dem Elternhaus in die eigenen vier Wände. Die Mitglieder der Wohngruppe kennen sich bereits seit vielen Jahren aus ihrer gemeinsamen Zeit in der Christopherus-Schule und haben, gemeinsam mit ihren Eltern, beschlossen, zusammenzuziehen. „Aus dem Elternhaus ausziehen ist für die meisten Menschen ein großer, aber normaler Schritt im Leben. Doch für viele Menschen, die wir betreuen, ist das nicht ganz so einfach“, erklärt Julia Boßmeyer, Leiterin des Ambulant Betreuten Wohnens „Mittelpunkt“ der Diakonie Dortmund. In der Regel suchen ihre Mitarbeitende ihre Klienten zu Hause auf, um sie nach Bedarf zu unterstützen.

Als vor einiger Zeit eine Elterngruppe, die sich als Verein „Zusammenspiel Phoenix e. V.“ organisiert hat, an die Diakonie wandte, um gemeinsam eine Wohnlösung zu schaffen, wurde, gemeinsam mit einer Stiftung, das Projekt „Heimspiel“ entwickelt, das den Bedürfnissen der jungen Erwachsenen entspricht. Nach einer zweijährigen Planungs- und Bauzeit und einer leichten Verzögerung aufgrund der aktuellen Maßnahmen des Infektionsschutzes, wurde das Haus nun zum Juni 2020 bezogen.

Auf drei Etagen sind acht Apartments untergebracht, im Erdgeschoss gibt es ein Büro für Betreuungskräfte, eine rollstuhlgerechte Küche und einen großzügig zugeschnittenen Gemeinschaftsraum mit Außenterrasse. In drei Schichten werden die Bewohner rund um die Uhr von der Diakonie betreut. Laut Julia Boßmeyer ist das Projekt Heimspiel zukunftsweisend: „Laut Bundesteilhabegesetz sollen Menschen mit Behinderungen freier entscheiden können, wo sie leben wollen und von wem sie Leistungen in Anspruch nehmen.“

 

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