An der Emscherallee gibt’s noch viel zu tun

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An der Emscherallee muss in größeren Maßstäben gedacht werden – die oberirdisch verlegte Kanalisation ist hierfür das augenfälligste Zeichen. Die Bauarbeiten werden sich definitiv bis ins nächste Jahr ziehen. (Foto: IN-StadtMagazine)

Mit der Bewältigung der Tagesbruch-Schäden an der Emscherallee stellt sich die Stadt derzeit einer echten Herkulesaufgabe, wie beim Vor-Ort-Pressetermin im März offenkundig wurde. So ist es etwa längst noch nicht möglich, alle entstandenen Schäden genau zu benennen. Ein Abschluss der Baumaßnahmen noch in diesem Jahr ist laut dem Leiter der Dortmunder Stadtentwässerung, Dr. Christian Falk, daher ausgeschlossen.
Mit dem Bergbau hatte der letztjährige Vorfall bekanntlich nichts zu tun, auch wenn die Zeche nur einen Steinwurf entfernt liegt.

Stattdessen hinterließ auch in Huckarde der extrem trockene Sommer seine Spuren, sorgte er doch dafür, dass sich Bodenschichten unterhalb des Stadtteils stark verdichteten und eine Rohrleitung brechen ließ.

Zurzeit erfolgt die Verdichtung des Bodens unterhalb des geborstenen Kanals mittels des (sich selbst beschreibenden) „Rüttel-Stopf-Verfahrens“. Um den Kanal selbst zu sanieren, wird dann allerdings eine imposante Baugrube von 18 Metern Durchmesser ausgehoben werden müssen. Auch die als Kanal-Ersatz oberirdisch verlaufenden Stahlrohre verdeutlichen eindrucksvoll die Dimension des im vergangenen Herbst entstandenen Schadens.

Erst wenn der defekte Kanalschacht repariert ist, können die angrenzenden Rohre untersucht werden. Insgesamt gilt es, eine Fläche von 2000 m2 zu begutachten, bevor man sich der Emscherallee-Trasse widmen kann. Doch damit nicht genug der Unwägbarkeiten, muss doch bei jedem Bauprojekt hierzulande auch eine Beeinträchtigung durch etwaige Bombenfunde immer im Blick behalten werden.

Für den geborstenen Kanal werden sich die Kosten nach Auskunft der Stadtentwässerung bis Ende 2019 auf rund 6 Mio. € summieren. Über alles, was danach kommt, kann erst einmal nur spekuliert werden. Aber immerhin: Alle wichtigen Sicherungs- und Vorbereitungsarbeiten sind abgeschlossen, so dass man sich jetzt mit Nachdruck der eigentlichen Schadensbewältigung widmen kann. Eine Herkulesaufgabe nichtsdestotrotz!

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