Adventszeit – was bedeutet das eigentlich?

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Symbolfoto: pixabay

Das Wort „Advent“ kommt vom lateinischen „Adventus Domini“ (Ankunft des Herrn). Das Christentum bereitet sich in dieser Zeit auf das Fest Christi Geburt (Weihnachten) vor. Denn der Advent beginnt immer mit einem Sonntag, endet aber an einem festen Datum, nämlich mit Weihnachten am 25. Dezember. Der letzte Sonntag vor Weihnachten ist der vierte Adventssonntag. So ergibt es sich, dass die Adventszeit je nach Jahr unterschiedlich lang sein kann.

Für die evangelische und katholische Kirche beginnt am ersten Advent das neue Kirchenjahr.

Ursprünglich kam der Begriff Advent aus dem Griechischen (Erscheinung), was im römischen Reich „Ankunft“ oder „Anwesenheit“ bedeutete. Diesen Begriff passten die christlichen Gläubigen an, um ihre Verbundenheit zu Jesus zu bekräftigen.
Die heutige Art der Adventszeit geht auf das 7. Jahrhundert zurück und wurde als tempus ante natale Domini (Zeit vor der Geburt des Herrn) oder tempus adventus Domini (Zeit der Ankunft des Herrn) genannt. In der Adventszeit wird der Erlöser geehrt, der zum Ende dieser Zeitspanne geboren wurde.

Während die Adventszeit früher zum Fasten und zur Buße genutzt wurde, verbindet man heute doch einige andere Dinge damit: geschmückte Einkaufsstraßen, bunt beleuchtete Fenster, Einkaufsrummel und Weihnachtsmärkte.

Darüber hinaus werden während dieser Zeit unterschiedliche Bräuche und Traditionen gepflegt wie z. B. der Adventskranz. Der Adventskranz deutet mit seinem Kerzenlicht auf das Licht hin, mit dem der Heiland auf die Erde kam. Seine typisch runde Form steht für das „Fortwährende“, wie „Anfang und Ende“ oder „Leben und Tod“. Die verwendeten Tannenzweige symbolisieren das Leben und die Fruchtbarkeit. Eine weitere Tradition ist der Adventskalender, der in der Vergangenheit nicht mit Süßigkeiten bestückt wurde.

Ursprünglich diente der Adventskalender nur als Zeitmesser, mit dem die noch verbleibende Zeit bis Heilig Abend gezählt wurde. Auch die Lichterbögen sind in der Vorweihnachtszeit in vielen Fenstern zu bestaunen. Sie gehen auf eine Bergarbeitertradition aus dem Erzgebirge zurück.

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