75 Jahre danach: Holocaust-Gedenktag im MKK mit Historiker-Vortrag

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Die Veranstaltung findet in der Rotunde im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) statt; (Foto: Stadt Dortmund)

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte ist in diesem Jahr zentraler Ort des Gedenkens an den Holocaust: Am Montag, 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, beginnt die Gedenkveranstaltung um 18 Uhr in der Rotunde.

Nach Grußworten von Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Pfarrer Ralf Lange-Sonntag (Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) hält der Historiker Prof. Constantin Goschler (Ruhr-Uni Bochum) einen Vortrag zum Thema „75 Jahre danach. Der Umgang mit dem Holocaust in der Bundesrepublik“. Das musikalische Rahmenprogramm kommt von der Pianistin Armine Ghuloyan (Klavier).

Es hat mehrere Jahrzehnte gedauert, bis der Holocaust seit den 1990er Jahren zu einem zentralen Bezugspunkt der deutschen historischen Erinnerung wurde. Die Erinnerung an die Ermordung der europäischen Juden stand dabei stets in einem Spannungsfeld zwischen der Erinnerung an die deutschen Opfer des Krieges und der Erinnerung an andere Gruppen von Verfolgten des Nationalsozialismus.

In seinem Vortrag diskutiert Constantin Goschler die Veränderungen dieser Konstellation in den vergangenen 75 Jahren. Zugleich geht es auch um die Frage gegenwärtiger Entwicklungen: Was bedeuten der Tod der letzten Zeitzeugen, die Auswirkungen von Migration und die zunehmende Auseinandersetzung mit den Folgen des deutschen Kolonialismus für den Umgang mit dem Holocaust in der Bundesrepublik?

Veranstalter sind die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. Dortmund, die VHS Dortmund und Auslandsgesellschaft.

 

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