354 Oberstufenschüler*innen haben größtmögliche Leistungskurs-Auswahl

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Durch die Kooperation der drei Innenstadt-Gymnasien wird u. a. auch die Einrichtung von Chemie-Leistungskursen Standard. (Symbolfoto: pixabay)

Die drei Innenstadt-Gymnasien Helmholtz-Gymnasium, Käthe-Kollwitz-Gymnasium und Stadtgymnasium haben ihre erfolgreiche Kooperation im Bereich der sogenannten „Orchideenfächer“ weiter ausgeweitet. Damit die Schülerinnen und Schüler eine größtmögliche Auswahl an Leistungskursen haben, wird die Unterrichtstaktung an allen drei Schulen synchronisiert.

Der Fachbereich Schule der Stadt Dortmund unterstützt das Projekt mit der Übernahme von Fahrtkostenanteilen der Schülerinnen und Schüler.

Das Leistungskursangebot umfasst auch die seltener gewählten Leistungskursfächer, die eine einzelne Schule nicht anbieten könnte. Durch das Projekt wird die Einrichtung von Leistungskursen in Physik, Chemie, Informatik und Pädagogik somit Standard.

Der erste Abiturjahrgang im Projekt war der Jahrgang 2019. Mehr als dreihundert junge Menschen konnten nahezu alle ihre Leistungskurswünsche realisieren.

Heute (21.8.) stellten die Verantwortlichen die Inhalte und die Organisation des Kooperationsprojektes vor.

In der Schule werden mit dem Begriff „Orchideenfächer“ umgangssprachlich Unterrichtsfächer bezeichnet, die nur von einer deutlich geringeren Anzahl von Schülerinnen und Schülern gewählt werden, als die üblich stark nachgefragten Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.

Vor allem bei den zu wählenden Leistungskursen sind einige übrige Unterrichtsfächer – ähnlich wie seltene Orchideen – vom Aussterben bedroht und an vielen Schulen nur noch Bestandteil des Grundkurs-Angebots, da für die Einrichtung von Leistungskursen die benötigte Mindestanzahl von Schülerinnen und Schülern nicht erreicht wird. In der Folge wird das häufig nachgefragte Expertenwissen vermisst, da auf die Interessen vieler Schülerinnen und Schüler nicht angemessen eingegangen werden kann.

Am Helmholtz-Gymnasium, am Käthe-Kollwitz-Gymnasium sowie am Stadtgymnasium sind nun Organisationsstrukturen geschaffen worden, die es möglich machen, die Leistungskursfächer in der gymnasialen Oberstufe an allen drei Schulen in Kooperation zu unterrichten.

So wurde die bereits bestehende Kooperation zwischen dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium und dem Stadtgymnasium auf das Helmholtz-Gymnasium ausgeweitet. Hierzu war es nötig, die Unterrichtszeiten an den drei Schulen so zu synchronisieren, dass die Schülerinnen und Schüler in den nun zeitgleich stattfindenden Pausen die jeweilige Kooperationsschule rechtzeitig erreichen können.

Die Projektidee, die auf Initiative der Oberstufenkoordinatoren im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde, ist auf großen Zuspruch bei vielen Beteiligten gestoßen.

Auch die Schulträgerin, die Stadt Dortmund, unterstützt dies durch die Übernahme eines Fahrtkostenanteils. Damit konnte das größte Problem, die Mobilität der Schülerströme, gelöst werden, denn viele Schülerinnen und Schüler erreichen die Kooperationsschule mit der Stadtbahn.

Nach einer Testphase konnte die Kooperation auf alle Fachgebiete ausgedehnt werden. Nun können im dritten Jahr die Leistungskurs-wünsche der insgesamt 354 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus der Qualifikationsphase 1 nahezu vollständig in Erfüllung gehen. Durch die Kooperation werden Verlässlichkeit und Vielfalt des Fächerangebots gewährleistet.

Auch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg begrüßt, dass in diesem Jahr erneut der Rückgang der Fächervielfalt gestoppt wurde.

Hoffnung gibt es vielleicht auch für den Dortmund weit organisierten Musik-Leistungskurs. Vielleicht bieten in der Zukunft die Schülerinnen und Schüler aus den Kooperationsschulen eine größere Basis für die Wiederbelebung des für die Konzertstadt Dortmund bedeutenden Schulfaches.

Das große Fächerangebot in der Oberstufe erweitert jedoch nicht nur den intellektuellen Horizont: „gedachte“ Grenzen zwischen den Schülerschaften der Gymnasien werden ganz selbstverständlich überwunden.

Für die Beteiligten an den drei Gymnasien, die den Mehraufwand der Organisation seit nunmehr drei Jahren meistern, ist dieser Beitrag Antrieb und Genugtuung zugleich und bestärkte die Schulleitungen in ihrer Absicht die Kooperation fortzusetzen und auszubauen.

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