30.000 Unterschriften für besseren Radverkehr an die Stadt übergeben

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Das Team Aufbruch Fahrrad Dortmund übergab die Unterschriften an den Planungsdezernenten Ludger Wilde. (Foto: Aufbruch Fahrrad Dortmund)

Die Aktiven vom Team Aufbruch Fahrrad Dortmund haben dem Planungsdezernenten Ludger Wilde 30.000 Unterschriften übergeben, die in Dortmund für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad gesammelt worden sind. In ganz Nordrhein-Westfalen haben mehr als 206.000 Menschen mit ihrer Unterschrift für die Volksinitiative gezeigt, dass sie bessere und sichere Bedingungen für den Radverkehr wollen.

Die Initiative hat somit die gesetzlich notwendige Unterschriftenanzahl erreicht und der Landtag wird in den kommenden Monaten über die Forderungen beraten. Die Volksinitiative richtet sich an das Land, doch auch die Unterstützung des Landes zur Stärkung der Fahrradinfrastruktur in den Kommunen zählt zu den geforderten Maßnahmen.

30.000 Unterschriften in Dortmund
30.000 Unterschriften wurden bis Mai 2019 in Dortmund abgegeben. Das ist bezogen auf die Einwohnerzahl mehr als in jeder anderen Großstadt in Nordrhein-Westfalen. „Es zeigt, dass sich die Menschen in Dortmund eine Stadt wünschen, in der Radfahren sicher und entspannt möglich ist. Und das für alle Menschen – ob Kinder oder Erwachsene, Gelegenheitsradler oder Alltagsfahrerin“, sagt Sven Teschke vom Team Aufbruch Fahrrad Dortmund. „Die hohe Zahl der Unterschriften ist daher auch ein Auftrag an die Stadt, die Basis dafür zu schaffen“ so Teschke bei Übergabe der Unterschriften an Ludger Wilde.

Auftrag an die Stadt Dortmund zur Schaffung einer guten und sicheren Radinfrastruktur
Planungsdezernent Ludger Wilde verweist auf verstärkte Aktivitäten der Stadt für den Radverkehr: „Politisch ist der Anfang gemacht über die Ausschreibungen, die wir durchführen dürfen, um zusätzliches Personal zu generieren“, so Wilde. „Es gibt aktuell in den Ausschüssen auch einen Antrag, das Radverkehrsbudget entsprechend zu erhöhen, den es macht ja auch Sinn, wenn nicht nur das Personal erhöht wird, sondern auch die Mittel zusätzlich zur Verfügung stehen.“

Das sieht auch Peter Fricke vom Team Aufbruch Fahrrad Dortmund so: „Die im Juli vom Rat beschlossenen zehn zusätzlichen Stellen können viel bewirken“, freut sich Fricke. „Jetzt muss die Stadt ein ambitioniertes Programm vorgelegen, welche Maßnahmen durch das neue Personal in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Dazu muss richtig viel Geld in die Hand genommen werden, um den Investitionsstau der vergangenen Jahre aufzulösen.“ Teschke ergänzt: „In Dortmund wird derzeit viel geplant und gebaut – gerade in der City wie z. B. an der Kampstraße. Da bieten sich Chancen, die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern, etwa bei der Querung der Innenstadt.“

Ein Ziel der Volksinitiative ist der Bau von Radschnellwegen. Doch die Umsetzung des RS 1 in Dortmund hat sich in der Vergangenheit immer weiter verzögert. „Dieses Projekt sollte nun in Dortmund zur Chefsache erklärt werden, damit es bis 2024 abgeschlossen ist“, sagt Fricke. Zusätzlich sollten flächendeckende Maßnahmen im Stadtgebiet umgesetzt werden, vom sicheren Ausbau der Radwege über die Beseitigung von Hindernissen und Umwegen bis hin zu mehr Abstellanlagen. Ein Maßnahmenprogramm „Guter und sicherer Radverkehr in Dortmund“ für die nächsten Jahre kann aus Sicht des Teams Aufbruch Fahrrad Dortmund helfen, die Stadt zukunftsorientiert so zu gestalten, wie es sich viele der 30.000 Unterzeichnenden in Dortmund  wünschen.

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