150 Jahre St.-Josefs-Hospital in Hörde

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Das St. Josefs-Hospital kurz nach seiner Eröffnung. (Fotos: Katholische St. Lukas Gesellschaft mbh)

150 Jahre nach seiner Eröffnung steht das St.-Josefs-Hospital in Zeiten der Corona-Krise vor einer ähnlichen Herausforderung wie zu Zeiten der Cholera-Epidemie, die den Anlass für seine Gründung gab. Heute wie damals geht es darum, für schwer erkrankte Menschen eine pflegerische und medizinische Versorgung zu organisieren, die immer dem Impuls einer zuwendungsorientierten, im christlichen Weltbild wurzelnden Caritas verpflichtet war.

In ihrer wechselvollen Geschichte gelang es den Verantwortlichen der Klinik auch unter widrigen Umständen stets, den Anschluss an eine zeitgemäße medizinische Versorgung zu gewährleisten. So richtete das St.-Josefs-Hospital als eine der ersten Kliniken in Deutschland in den 1930er Jahren eine urologische Abteilung ein. Bereits Anfang der 1970er Jahre wurde die Verwaltung professionalisiert. In den 1980er Jahren wurden die OP- und Intensiv-Kapazitäten aus Eigenmitteln nach den damals gültigen Standards aufgestockt und ausgebaut. In den 1990er Jahren erweiterten CT und MRT das Spektrum der diagnostischen Möglichkeiten. Die Einführung moderner anästhesiologischer Verfahren bildete die Grundlage für zunehmend schwerere operative Eingriffe, die frühzeitig auch minimal-invasiv und seit 2018 Roboter-assistiert durchgeführt werden konnten.

Heute verfügt das St.-Josefs-Hospital über 293 Betten. Neben der Regelversorgung bietet es spezialisierte Zentren für die Versorgung von KrebspatientInnen. Im Verbund mit den Kliniken der Ruhr-Universität Bochum ist es integraler Bestandteil der größten onkologischen Versorgungsinstitution in NRW. Eine zentrale Aufnahme- und Diagnostik-Abteilung mit separater Notaufnahme, Operationssäle und zwei Intensivstationen mit 27 Betten stehen heute in Hörde zur Verfügung. 670 Mitarbeitende versorgen in sechs Kliniken rund ca. 14.000 stationäre und ca. 33.000 ambulante PatientInnen im Jahr.

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