Tierische Aussichten: Frösche sind auch nur Menschen!

0
432

Wenn Helmut Kottkamp aus Mülheim sich auf der einen Seite – inspiriert durch die Sendereihe „Eine Zukunft ohne Menschen“ – bildlich vorstellt, wie die Zukunft der Tiere aussieht, dann „ersetzt“ er auf der anderen Seite Menschen einfach durch Frösche. Und erschafft so herrlich bissige Situationen: da ist der „Große Vorsitzende“ – sehr aufgeblasen und selbstsicher. Der „Blender“ becirct seine Umwelt (insbesondere wahrscheinlich die weibliche), aber die Blume, die er präsentiert, ist irgendwo aus dem Beet geklaut. Der „Metaller“ zeigt die genretypische „Pommesgabel“ und „Nofretete“ ist eine klassische – aber grüne – Schönheit … In diesem Teil seiner Arbeiten setzt sich Helmut Kottkamp mit bereits Geschehenem oder Bestehendem auseinander. Die Fiktion bestimmt den anderen Teil der ausgestellten Werke: wie sähe es aus, wenn wir Menschen weg wären? Wenn Tiere unsere – nach und nach zerfallenden – Lebensräume übernähmen? Und dann sehen wir noch Phantasiewesen: aus der Tiefsee? Von einem fernen Stern?

Vielleicht gibt es darauf Antworten bei der Vernissage, denn Helmut Kottkamp wird einleitende (und auch erklärende?) Worte sprechen.

Der Künstler begann 1968 mit surrealer Malerei, im Laufe der Jahre kamen mehrere Collagetechniken hinzu sowie Installationen und Skulpturen. Er ist seit 2004 Mitglied im BBK Westfalen, seit 2014 auch des Ruhrländischen- und des Herner Künstlerbundes und ist in diversen Arbeitsgemeinschaften bildender Künstler vernetzt. Helmut Kottkamp hatte seit 2005 so viele Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, dass eine Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde.

„Kunstbonbon“, Chemnitzer Str. 11; Ausstellungsdauer bis zum 22.03.2016; kann dienstags (13–18 Uhr), freitags (15–20 Uhr) und samstags (12–15 Uhr) besucht werden.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500