Sprachrohr der Senioren des Stadtbezirks

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Die Beleuchtungsanlage am Kletterfelsen kam im Februar auf Anregung der beiden Seniorenbeiräte Gerda Haus (1. v. r.) und Monika Köster (3. v. l.) zu Stande.

Gerda Haus und Monika Köster erneut in den Seniorenbeirat gewählt

Corona-Lockerungen hin oder her, immer noch befindet sich ein Großteil des öffentlichen Lebens in der Warteschleife. Die bereits vor drei Monaten neugewählten Seniorenbeiräte etwa haben ihren Posten offiziell noch gar nicht inne, ist die konstituierende Sitzung doch erst für den 22. Juni anberaumt. Im Stadtbezirk Innenstadt-West machten im März zwei Kandidatinnen das Rennen, die sich auch in den zurückliegenden Jahren in Rat und BV bereits für die Belange der Älteren einbrachten.

Gerda Haus (Foto: Haus)

Gerda Haus ist Ur-Dorstfelderin. Die 68-Jährige, im nahen Marten geboren, verbrachte bereits ihre Kindheit im Stadtteil und besuchte die Salzmann-Schule. Öffentliches Engagement ist für sie kein Fremdwort, kann sie doch auch auf ein zehnjähriges Mandat in der Bezirksvertretung zurückblicken. Davon, der Lokalpolitik auch im Rentenalter nicht den Rücken zu kehren, konnte sie vor über vier Jahren schließlich ihr Mann überzeugen.

Unterstützt wurde die gelernte Einzelhandelskauffrau bei ihrer Kandidatur von SPD und AWO-Ortsverband. Als Mitglied des Fachausschusses für Sport, Kultur und Freizeit gilt ihr Augenmerk der Belange der älteren Mitbürger im öffentlichen Leben – nicht zuletzt im Hinblick auf Sicherheitsaspekte. Dass ihr Engagement im Beirat durchaus etwas bewirken kann, durfte sie dabei zuletzt vor wenigen Monaten erfahren, als eine Beleuchtungsanlage auf dem früher finsteren Weg zwischen Zechenstraße und Vogelpothsweg in Betrieb genommen wurde, nachdem Gerda Haus und ihre Kollegin den Stein 2018 in der BV ins Rollen gebracht hatten.

Die Umsetzung des Projektes „BeSitzbare Stadt“, das eine engmaschige Versorgung des öffentlichen Raums mit Sitzgelegenheiten für ältere sowie behinderte Menschen anstrebt, ist eine weitere wichtige Initiative für Gerda Haus.

Monika Köster (Foto: Köster)

Auch Gerda Haus‘ Kollegin Monika Köster ist keine Newcomerin im Seniorenbeirat, rückte allerdings erst 2017 auf diese Position nach. In Dorstfeld aufgewachsen und seit langem in der hiesigen katholischen Gemeindearbeit aktiv, ließ sie sich seinerzeit vom Huckarder Dieter Siegmund, damals selbst Mitglied der Seniorenvertretung, von einem Engagement auf politischer Ebene überzeugen. Wobei es im Falle der heute 66-Jährigen vermutlich keiner allzu großen Überredungskünste bedurfte, denn Müßiggang oder Gleichgültigkeit sind ihre Sachen nicht.

Bereits um die Jahrtausendwende begann sie ihre Vorstandstätigkeit bei der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) und kümmert sich im Team u. a. um die Organisation des Seniorentreffs der St. Barbara-Gemeinde. Und wenn Corona derlei Aktivitäten unmöglich macht? Dann wird die freie Zeit eben dadurch genutzt, weniger mobilen Nachbarn einen Einkaufsservice anzubieten.

Als dringliche Baustelle des öffentlichen Lebens hat der Familienmensch Monika Köster das Problem „Einsamkeit im Alter“ ausgemacht. In diesem Zusammenhang hofft die gelernte Personalsachbearbeiterin u. a. auf eine Schubwirkung des künftigen Dorstfelder Bürgerhauses. Der „Pulsschlag“ wäre ihrer Meinung nach ein idealer Ort für einen zentralen Treff, der für ein regelmäßiges Miteinander sorgen könnte. Eine sinnvolle kleine Maßnahme schiene es nach Ansicht der Dorstfelderin zudem, alle derartigen Angebote auf Dortmunder Stadtgebiet online und im Magazin des Seniorenbeirats zu bündeln, und sie so den älteren Menschen leichter zugänglich zu machen.

Einen Appell allerdings richtet die Mitarbeiterin des Arbeitskreises „Wohnen / Leben / Pflege“ auch an die SeniorInnen ihrer Stadt: Sich nicht zu scheuen, mit Fragen und Anliegen bei den Beiratsmitgliedern vorstellig zu werden. Dies ist nämlich, entsprechende Lockerungen der Kontaktbeschränkungen vorausgesetzt, immer am 3. Dienstag eines Monats von 10 Uhr bis 11 Uhr im Nachbarschaftstreff Althoffblock möglich – und die Mitglieder des Seniorenbeirates freuen sich, Hilfe suchenden mit ihrem Know-how zur Seite stehen zu können.

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