Shreks Abenteuer begeisterten an der TU

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Das an der TU Dortmund gegründete freie Musicalensemble "Mask & Music" servierte erstklassige Unterhaltung; (Fotos: IN-StadtMagazine)

Eines ist schon erstaunlich: Dass „Mask & Music“, ein 2010 an der hiesigen TU gegründetes Musicalensemble, sowohl bei uns als auch über Dortmunds Grenzen hinaus nicht noch viel, viel populärer ist! Denn was das derzeit etwa 60 Köpfe starke Team in weiten Teilen auf ehrenamtlicher Basis Jahr für Jahr auf die Bühne bringt, ist mindestens sehr gut – und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Der aus dem Kino bekannte Stoff vom Oger Shrek und seinem bösen Widersacher Lord Farquaad war es, dessen sich die Truppe im Laufe des vergangenen Jahres angenommen hatte. Und bei „Mask & Music“ heißt das grundsätzlich: Nicht nur auf der Bühne wird dem Publikum ein aufwändiges Live-Erlebnis geboten, auch jeder einzelne Ton Musik stammt aus dem „Orchestergraben“ und ist handgemacht.

Insgesamt viermal füllte die Truppe Ende März das Audi Max am Vogelpothsweg mit ihrem farbenprächtigen Spektakel, und keiner der Gäste dürfte das Erscheinen bereut haben. Traumwandlerisch sicher und ausdrucksstark die Musiker, ausgetüftelt und synchron die Tanzchoreografien, ein wahrer Spaß für die Augen die fantasievollen Kostüme. Souveräne Schauspieler setzten den Punkt aufs I, David Maponya etwa gab den hyperaktiven Esel genau mit dem richtigen Maß an Großmäuligkeit. Richard von Pikarski wiederum stellte gleich in seiner ersten Rolle für das Ensemble sein schauspielerisches Können als eitler und hochmütiger Lord unter Beweis.

Mehrere Stunden lang servierten die Musicalenthusiasten ihrem Publikum mit „Shrek – das Musical“ beste Unterhaltung auf Profi-Niveau, und man konnte sich nur wundern, wie gut alle Rädchen ineinandergriffen – schließlich verdient ausnahmslos niemand der Beteiligten über sein Musical-Engagement seine Brötchen.

Doch genau hierin liegt für Katrin Stoffeln, Teamleiterin des Projekts sowie Darstellerin der Prinzessin Fiona, das Erfolgsgeheimnis ihrer engagierten Truppe: Gerade weil niemand der Beteiligten auf das große Geld spekuliere, sei das Herzblut eine umso stärkere Triebfeder. Und davon muss es bei „Mask & Music“ tatsächlich reichlich geben, werden doch sogar die Tontechnik, die Kulissen und nicht zuletzt die aufwändigen Kostüme – mit einem Wort: alles – in ehrenamtlicher Eigenarbeit organisiert bzw. erstellt. Öffentliche Fördertöpfe? Fehlanzeige! Lediglich Proberaum samt Infrastruktur stellt die TU, alles Weitere muss vor allem im Rahmen der Vorstellungen über Spenden hereinkommen.

Das klappt erfreulicherweise ganz gut, so dass auch nach Abzug der Produktionskosten für gewöhnlich ein Überschuss von rund 2000 € in der Kasse bleibt. Der wiederum wird allerdings prompt reinvestiert, denn Bedarf ist immer genug vorhanden.
Ende März belohnte das Publikum alle Mühen und allen Aufwand sehr zurecht mit donnerndem Applaus. Welches Projekt sich an die Abenteuer des Riesen-Olchis anschließt, wird erst im Laufe der nächsten Wochen beschlossen werden. Zusatzvorstellungen aber sind für das Ensemble leider logistisch nicht stemmbar, denn schließlich müssen sich bei „Mask & Music“ jeweils über 60 Feierabend-Profis auf Termine einigen. So wird es jetzt also wieder ca. anderthalb Jahre dauern, bis auf der Bühne am Vogelpothsweg gesungen, getanzt und gespielt wird. Wenn es dann aber eines Tages wieder soweit sein wird, dürfte beste Unterhaltung erneut garantiert sein.

Das Team von „Mask & Music“ umfasst derzeit Mitglieder im Alter von sechzehn bis 45 Jahren, ist also keineswegs ein reines Studenten-Ensemble.

Wer – ob auf organisatorischer oder kreativer Ebene – Interesse am Mitmachen hat, kann eine Mail an vorstand@mask-and-music.de schreiben oder sich über das Kontaktformular auf www.mask-and-music.de an die Projektmacher wenden. Geprobt wird jeweils montags von 18 bis 21 Uhr.

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