Selbstbestimmt produzieren – „Innovative Citizen“ hielt viele nützliche Ratschläge bereit

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Nahezu ein Selbstläufer sind die Fermentierungsworkshops von Hildergard Mihm (Mitte). Ob bei Sauerkraut, Gemüse in Salzlake oder dem koreanischen „Kimchi“: Hier vereinen sich Do-It-Yourself-Ansatz und Gesundheitsaspekte mit der Möglichkeit, Geld zu sparen. (Fotos: IN-Stadtmagazine)

Seit etlichen Jahren serviert das Innovative-Citizen-Festival den Dortmundern jeweils im Herbst einen vielfältigen Veranstaltungs-Mix aus Workshops und einigen Live-Events.

Auf die Fahnen geschrieben hat man sich die „Demokratisierung von Technik“, im Zentrum steht also der Do-It-Yourself-Gedanke und eine von politischen und wirtschaftlichen Interessen möglichst unabhängige Selbstbestimmtheit.

Die Angebote widmen sich sehr alltagsnahen, praxistauglichen Themen, und das überwiegend auf sehr unterhaltsame und keineswegs abgehobene Art.
Die eigene Herstellung eines Brillengestells am 3D-Drucker etwa war dabei diesmal ebenso Thema wie die Aufzucht von Edelpilzen oder – definitiver Veranstaltungs-Dauerbrenner – der Gemüse-Fermentations-Workshop.

Hier vermittelte Kursleiterin Hildegard Mihm den Interessenten Kenntnisse über eine uralte Konservierungsmethode, die noch vor einem halben Jahrhundert zum Allgemeinwissen gehörten. Sie selbst tat den ersten Schritt zur Expertin übrigens vor vier Jahren als Teilnehmerin eines Innovative-Citizen-Workshops, und arbeitete sich anschließend immer mehr in diese alte Fertigkeit hinein, die für sie in idealer Weise den Selbstversorger- mit dem Bio-Ansatz verbindet und dabei sogar noch den Geldbeutel merklich entlastet.
Wie schon in den letzten Jahren durfte sie sich regen Interesses an ihrem „Steckenpferd“ und eines voll ausgebuchten Kurses sicher sein.

So sah es allerdings nicht überall aus: Nachdem die sog. „Maker-Szene“ vor ein paar Jahren einen ziemlichen Boom erfahren hatte, konnte man diesmal hier und da den Eindruck haben, dass nicht allzu viele Nachrichten über das Innovations-Festival nach draußen gedrungen waren. Schade eigentlich, wird doch hier ein wichtiges Anliegen mit viel Spaß über die Rampe gebracht.

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