Perfekt, weil es nachhaltig ist – Hannah Fischer stand bei Vox-Kochshow am Herd

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Am Beginn eines langen Tages - doch trotz des immensen Arbeitsaufwandes hat Hannah Fischer ihre TV-Woche genossen. (Foto: VOX)

Im Sport nennt man so etwas wohl eine „Wild Card“: Im Juli dieses Jahres staunten die Mitglieder von „Frau Lose e. V.“ nicht wenig über einen an sie adressierten Brief, der sie von Seiten des Fernsehsenders Vox erreichte und sie einlud, im Rahmen ihrer Kochshow „Das perfekte Dinner“ mitzumischen. Verblüffend nicht zuletzt deshalb, da der Weg in die Sendung doch normalerweise nur über „aussagekräftige Bewerbungen“ führt.

Der Sender indes schien sich aufgrund des Staffelmottos „Nachhaltigkeit“ selbst auf die Suche nach Teilnehmern mit ausreichend Know-how und Engagement gemacht zu haben, und war dabei an den Dortmundern hängengeblieben: Eine Wahl, die durchaus als Auszeichnung gedeutet werden konnte, hatten doch alle anderen Staffel-Kandidaten auf herkömmlichem Weg den Weg in die Sendung gefunden.

An der Rheinischen Straße kam man nach kurzer Beratung überein, das Abenteuer Fernsehshow schon um der Sache willen zu wagen, und schickte – da sich beim „Perfekten Dinner“ nur Einzelpersonen an den Herd stellen dürfen – „Frau Lose“-Mitgründerin Hannah Fischer ins Rennen.

Anstrengend war’s, aber die Bilanz der Dortmunderin fällt trotzdem positiv aus – auch wegen des guten Teamgeistes unter den sogenannten KonkurrentInnen. (Foto: Hannah Fischer)

Im August wurde es für die 29-Jährige dann ernst. Wobei sie betont, die Kandidaten seien womöglich eine kollegialere, entspanntere Truppe gewesen, als es sich der Sender im Hinblick auf die Einschaltquoten erhofft habe. Ein Spaziergang war das Medienabenteuer aber für die Dortmunderin trotzdem keineswegs: Auch als Gast bei einem der anderen vier Teilnehmer erstreckte sich ein Drehtag von 19 Uhr bis zumeist nach Mitternacht, und als sie schließlich selbst Küchenchefin war, blieb die Kamera von morgens 8 Uhr bis zur Geisterstunde auf der Jagd nach Eindrücken durchgehend dabei.

„Sehr anstrengend“ lautete dann auch die Bilanz der (Studentin), zufrieden war sie allerdings trotzdem. Welche Platzierung sie am Ende einfahren würde, spielte für Hannah Fischer dabei – wenn überhaupt – nur eine Nebenrolle. „Mir ging es darum, uns wichtigen Themen wie Food-Sharing, Urban Gardening oder der Reduzierung von Plastikmüll eine Bühne zu geben, ohne dabei zu belehren. Das liegt mir nämlich ganz gut!“ erläutert die 29-Jährige.

Die Corona-Pandemie machte – natürlich – auch hier sämtliche Logistik aufwändiger, erhöhte aber zugleich quasi auch den Abenteuerfaktor. Die Mahlzeiten am eigenen Herd in Dortmund-Nord zubereitet, ins Lastenrad gepackt und, Stichwort Mindestabstände, schließlich im Taranta Babu im Klinikviertel serviert: Auch hinsichtlich der Rahmenbedingungen fielen die Dortmunder im Pool der Kandidaten einigermaßen aus dem Rahmen. „Ja, wir waren schon ein wenig die Aliens“, lacht Hannah Fischer, und verbucht das Erlebte dabei eindeutig unter „gelungenes Experiment“.

Auch das im Anschluss an die Ausstrahlung im September über verschiedene digitale Kanäle aufgelaufene Feedback hat den Nachhaltigkeitsverein aus dem Unionviertel darin bestärkt, im Juli die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Insgesamt eine willkommene Bestätigung dessen, was auch Vox schon mit seiner Einladung gewürdigt hat: Know-how und jede Menge Engagement!

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