Nord-West-Passage wirbt für Respekt: Künstlerische Gestaltung zieht Blicke auf sich

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Marc Suski, Susanne Linnebach(Abt. Stadterneuerung )und Petra Paplewsky ( Projektleitung Stadterneuerung).

Zu einem echten Hingucker, der die Blicke der Passanten auf sich zieht, hat Fassadengestalter Marc Suski nun den zweiten Abschnitt der Nord-West-Passage unter den Brücken der Brinkhoffstraße aufgewertet. Damit ist die Umgestaltung der Unterführung zwischen Unionviertel und Nordstadt, die im vergangenen Jahr begonnen hat, abgeschlossen.
Mit verschiedenen künstlerischen Darstellungen des Wortes „Respekt“ hat Suski die einfarbigen Faserzementplatten gestaltet, die bereits kurz nach der Fertigstellung des ersten Brückenabschnittes im vergangenen Jahr mit Tags verschmiert worden waren.
Respekt erhoffen sich Künstler und Stadterneuerung nun auch gegenüber der neuen Gestaltung, die hoffentlich weiteres Taggen unterbindet. Dafür ist das Wort „Respekt“ in der Nord-West-Passage zwischen Brinkhoff- und Schützenstraße in verschiedenen Sprachen und Schrifttypen lesbar: auf Kyrillisch, in Fraktur, auf Arabisch und Hebräisch. Ergänzt wird der Begriff durch Schlagworte und Zitate, in denen es ebenfalls um Respekt geht.
Erst im vergangenen Jahr war der erste Abschnitt der Unterführung umgestaltet worden. Auch damals hatte Marc Suski, der mit seiner Designagentur im Union-Gewebehof ansässig ist, die Wände farblich gestaltet. Nach der Auslobung des städtischen Begleitprogramms zur Emscherkunst, zu dem Stadterneuerung und Kulturverwaltung am Runden Tisch der Kreativen im Unionviertel aufgerufen hatten, hat der gelernte Schilder- und Schaugewerbegestalter die Jury auch mit seinem Angebot für die ergänzende Gestaltung des zweiten Brückenabschnitts überzeugt.
Drei Wochen dauerte es, um sein Kunstprojekt unter dem Titel „26° RESPEKT“ zu realisieren. Die Bezeichnung „26°“ bezieht sich dabei auf die Neigung der gestalteten Sichtschutzplatten, die in einem Neigungswinkel von 26° stehen. Als Vorbereitung hatte Suski über soziale Netzwerke wie facebook und twitter sowie mit Hilfe von Flyern Schlagworte und Zitate zum Thema Respekt recherchiert. Auf dieser Grundlage hat er das Layout erstellt und Schablonen montiert.
Zwei Männer, drei Wochen und reichlich Fassadenfarbe brauchte es, um „26° RESPEKT“ auf die Wände der Nord-West-Passage zu bannen. Finanziert wurde die Gestaltung mit Mitteln von Bund, Land und Stadt über das Projekt Image + Identifikation des Stadtumbaus Unionviertel.
Schon während der laufenden Arbeiten hat Marc Suski viel positives Feedback erhalten. Autofahrer haben angehalten, um sich über die Gestaltung zu informieren. Einige Passanten haben mit den arabischen Schriftzeichen weitergeholfen. Marc Suski: „Ich muss zu meiner Freude sagen, dass die Arbeit bei den Leuten wirklich etwas Positives auslöst. So viel Zuspruch habe ich bei Gestaltungen im öffentlichen Raum bisher nicht erfahren. Sogar die Polizei, die eigentlich gerufen war, um gegen Farbschmiererei vorzugehen, war begeistert.“

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