Lichtblicke – Kunst im Zeichen der Pandemie

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Foto: privat

Im öffentlichen Leben um uns herum hat die so genannte „Corona-Krise“ geradezu surreale Bilder geschaffen, so wie es eigentlich der Kunst vorbehalten ist. Ist die Kunst von der Realität eingeholt worden? Unter dem Titel „Lichtblicke“ behaupten die Künstlerinnen und Künstler der Produzentengalerie 42 ihren Standpunkt mit ihren Mitteln. In ihren Räumen in der Arneckestr. 42 zeigen sie Arbeiten aus ihrer ganz persönlichen Auseinandersetzung mit der derzeitigen Krise.

Wie erlebte das Künstler-Kollektiv der Produzentengalerie 42 die sichtbaren Zeichen der unsichtbare Gefahr mit dem fast schon poetischen Namen „Corona“?

Michaela Düllberg, eine Künstlerin des Kollektivs: „Als der shutdown kam hatte ich plötzlich Watte im Kopf, das Gefühl von Leere. Zurückgeworfen auf mich selbst kam ich zur Ruhe. Da ist das Bild „Großstadtfrühling“ entstanden, auch mit grafischen Kompositionselementen, diesmal Kreise. Kreise bedeuten für mich einerseits aus mathematischer Sicht Perfektion, sie symbolisieren für mich aber auch Gedanken und Zusammenhalt.  Und die Farben sind meine Assoziationen zum Frühling und Neubeginn. Meine Arbeit symbolisiert die Hoffnung, dass es nach der Krise einen neuen Weg des Miteinanders gibt.“

Es sind eher Zeichen der Hoffnung voller Emotionen, die die Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten setzten. Zu sehen sind subtile Abdrücke von dem, was diese Pandemie mit uns gemacht hat und immer noch macht. Wir sehen Bilder mit bewegenden Eruptionen der Farben und leise Träumereien in ihrer Vielschichtigkeit passend zu dieser Zeit. Das emotionale Auf und Ab, wie es die Künstlerinnen und Künstler erlebt haben, hinterlässt Spuren in den Arbeiten, die bei intensiver Betrachtung das eine oder andere Gefühl von uns selbst lebendig werden lässt.

Man kann beim Blick auf die ausgestellten Werke den künstlerischen Produktionsprozess erahnen, kraftvoll energische Striche und Farben neben leise tastenden Berührungen, eine künstlerische Suche nach Inspiration, nach Farbe und Hoffnung, so als hätte das Pendel zwischen Schockstarre und Produktionswut hin und her geschlagen und den Pinsel geführt.

Die Wiederöffnung der Galerie erfolgt mit Vorsicht, Augenmaß und der Umsetzung aller notwendigen Hygiene-Maßnahmen. Dazu gehört auch, dass nur an den Sonntagen von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Dann aber unter fachkundiger Begleitung einer Künstlerin bzw. eines Künstlers mit nötigem Abstand, am 17.05.2020 Petra Eick, am 24.05.2020 Klaus Pfeiffer und am 31.05.2020 Ulla Kallert (Einzeltermine sind auch an Werktagen nach Vereinbarung möglich – Kontakt und weitere Informationen über: kunstimkreuzviertel.de)

Produzenten-Galerie 42 im Dortmunder Kreuzviertel, Aneckest. 42

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