„Fifty-Fifty“-Experiment im Kunstbonbon

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Die Werke werden nach Ende des Experiments versteigert. (Foto: Kunstbonbon)

„Das Spiel muss weitergehen!“ heißt die neue Ausstellung im „Kunstbonbon“, und angesichts des Titels winkt Corona auch hier vermeintlich aus dem Hintergrund mit dem Zaunpfahl. Stimmt aber gar nicht, stammt die Ausstellungsidee doch in Wirklichkeit noch aus der Vor-Pandemie-Zeit.

Besonderer Clou hierbei ist, dass alle gezeigten, identisch großen Bilder sozusagen pärchenweise auftauchen: Dabei wurde zunächst jeweils eines von einer der beteiligten Künstlerinnen gestaltet, während beim jeweils zweiten ein paar mit dem ersten Bild identische, wesentliche Details vorgegeben waren. Eine per Los bestimmte andere Künstlerin – im Übrigen reiner Zufall, dass sich diesmal nur Frauen beteiligten – hatte dann die Aufgabe, das Werk im eigenen Stil zu vollenden. Ein spannendes und, wie Organisatorin Karin Schmidt zugibt, mitunter ganz schön zeitintensives Experiment.

Ähnlich schwierig wie die Entstehungsprozesse sind bei derart vielen Kooperationen die Eigentumsverhältnisse – weshalb das „Kunstbonbon“ mitsamt seinen Künstlerinnen aus der Not kurzerhand eine Tugend machte, und sämtliche Werke nun im Rahmen einer Finissage am 5. September zu Gunsten des Kinderhospizdienstes „Löwenzahn“ versteigern wird.
Aufgrund der recht kleinen Ausstellungsfläche an der Chemnitzer Straße , und da das Spiel derzeit selbstverständlich unter Einhaltung der Hygiene-Richtlinien weitergeht, bittet das „Kunstbonbon“ seine Besucher um das Erscheinen mit Mund-Nase-Schutz sowie – ggf. – um ein bisschen Geduld.

Die Versteigerung findet am 5. September ab 15 Uhr bei „Löwenzahn“ (und Forum Dunkelbunt) im Hinterhof der Dresdner Str. 15 in Dortmund statt.

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