Eine sehr exotische Sport-AG

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Ende September durfte sich die Truppe aus dem Kreuzviertel erstmals bei einem Turnier beweisen, und ergatterte immerhin einen ehrenvollen dritten Rang. (Foto: Petri-Grundschule)

An der Petri-Grundschule wird die Faszination des Baseball vermittelt: Auf Alexandra Rohde sprang der Funke nicht etwa durch einen TV-Kanal oder das Internet über, sondern beim sonntäglichen Spaziergang mit der Familie: Was war denn das für ein interessanter, fremdartiger Sport, für den die Jungs im Hoeschpark da gerade trainierten?

Schnell klärte sich nicht nur, dass der Sport „Baseball“ genannt wurde, sondern zudem, dass einem Schnuppertraining bei den Dortmunder „Wanderers“ nichts im Weg stehen würde. Alexandra Rohde sagte damals zu – und blieb.

Mittlerweile gibt die 20-Jährige mit einigen Kollegen und Kolleginnen ihr Wissen und ihre Begeisterung an verschiedene Dortmunder Grundschulen weiter, und seit 2018 ist die Petri-Grundschule eine von ihnen. Zweimal pro Halbjahr dürfen die Zweit- bis Viertklässler aus dem Kreuzviertel sich in der Fußballstadt Dortmund nun mit diesem hierzulande immer noch ausgesprochen exotischen Zeitvertreib vertraut machen. Und kaum ist die Nachricht, dass es in einigen Tagen wieder losgehen wird, auf dem Pausenhof an der Beurhausstraße durchgesickert, sind die Kids auch schon gespannt wie der sprichwörtliche Flitzebogen, denn Baseball-Vorkenntnisse gibt es bei ihnen schließlich keine. So gibt es dann auch Grund genug, am Anfang der Übungseinheit erst einmal aufmerksam die Ohren zu spitzen – auch wenn die Regeln in diesem Schnupperkurs für Dortmunds Nachwuchs von Alexandra Rohde praktischerweise stark vereinfacht werden.

Die wichtigsten Elemente sind dann schnell klar: Den Ball nach Möglichkeit weit zu schlagen und so viele Meter wie möglich zu machen, bis das gegnerische Team ihn zurückbefördert hat. Klingt aufregend, weil es eben auf jede Sekunde ankommt, und entsprechend aufgedreht flitzen die Kids durch die Sporthalle. Zählte dabei für die Zweitklässler noch einzig der Spaß an der Bewegung,  hatten die Älteren mit der Schulstadtmeisterschaft schon ein richtiges Ziel – einen „Saisonhöhepunkt“ quasi – im Visier. Die ging dann Ende September über die Bühne und brachte dem Team „Petri A“ letztlich immerhin den dritten Rang ein. Wer weiß – vielleicht ja nur der Anfang einer erfolgreichen Geschichte für die Schule und/oder ihre Nachwuchsakteure. Die Wanderers nämlich stellen immerhin seit Neuestem einen Baseball-Bundesligisten und durften sich Mitte Oktober sogar über die Nominierung zweier ihrer Nachwuchsspieler für die U12-Nationalmannschaft freuen!

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