Ein Zaun gegen die Not

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Spendenzaun, Kowalewski,
Der Dorstfelder Spendenzaun wird von den beiden ehrenamtlichen Initiatoren Tobias Köster und Nils Kowalewski (v. l.) mehrmals täglich aufgefüllt – und inzwischen obendrein hin und wieder durch weitere Hilfe-Päckchen privat ergänzt. (Foto: IN-StadtMagazine)

Eine der positiven Erkenntnisse der letzten Wochen ist, an wie vielen Stellen die Menschen dieser Stadt sich mittlerweile gegenseitig unter die Arme greifen, um zumindest die gravierendsten finanziellen oder sozialen Notlagen abzufedern.

In Dorstfeld koordinieren und „beliefern“ die beiden St. Barbara-Gemeindemitglieder Tobias Köster und Nils Kowalewski seit Anfang April das Projekt „Dorstfelder Spendenzaun“. Ort der Aktion ist die Umzäunung der kath. Kirche an der Arminiusstraße.

Mindestens zweimal stocken die Initiatoren derzeit täglich die Anzahl der aushängenden Tüten auf mindestens zehn auf. Außerdem durften sie erfreut feststellen, dass ihr Projekt schon einige Male privatinitiativ von Familien um zusätzliche Spenden ergänzt wurde. Die nötige finanzielle Starthilfe bekam der Zaun vom Dortmunder Lions Club, der schnell und unbürokratisch 2000 € zur Verfügung stellte.

Investiert wird die Summe durch die beiden Ehrenamtler nun in Hygieneartikel, Obst, Tierfutter und haltbare Lebensmittel. Auf das Gold unserer Tage – Nudeln und Reis – verzichtete man allerdings bewusst, um das Risiko einer Art „Spendenzaun-Tourismus“ erst gar nicht entstehen zu lassen.

Ostern wiederum wurde mit der Regel, dass vor allem Nützliches in die Tüte kommen sollte, zur Feier des Tages erstmals gebrochen und jedes Set durch einen Schoko-Osterhasen ergänzt.

Die beiden Initiatoren freuen sich, dass ihre ursprünglich nur über die sozialen Netzwerke beworbene Aktion inzwischen durch den Lions Club und zusätzliche Unterstützung der Pfarr-Caritas sowie von privat finanziell eine solide Basis hat, die – hoffentlich – bis zum Ende der aktuellen Corona-Auflagen trägt.

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