Ein Raum im Spielfieber – Die „BrettspielUnion“ lockt Woche für Woche mehr als 20 Teilnehmer an

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Beim Angebot der BrettspielUnion dürfte kaum ein Wunsch unerfüllt bleiben. Und mitbringen darf jede(r) alles, wofür das Herz schlägt! Das von Birgit Langley (2. v. l.) und ihren Mitstreitern ins Leben gerufene Angebot wächst und gedeiht. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Jetzt ist sie wieder da, die Jahreszeit, in der man es sich hierzulande gerne gemütlich macht. Vermutlich wichtigste Zutat hierfür ist – sofern vorhanden – der knisternde Kamin. Gar nicht weit dahinter allerdings dürfte ein Spieleabend mit der Familie oder Freunden rangieren. Umfragen etwa konnten vor Jahren in Erfahrung bringen, dass deutsche Haushalte im Schnitt sechs bis zehn Brettspiele im Regal stehen haben. Und gut 450 € werden jährlich bei uns investiert, um die Spiele- und Puzzlesammlung zu erweitern

Einen Kamin kann die Dortmunder „Brettspielunion“ zwar nicht anbieten. Das vorhandene Equipment allerdings lässt kaum einen Wunsch offen: Zum Umsatz der Spielehersteller hat der noch junge Offene Treff in der westlichen Innenstadt sicherlich einen respektablen Beitrag geleistet!

Vor gerade einmal neun Monaten war es Initiatorin Birgit Langley aufgefallen, dass nicht wenige Mitglieder ihrer Facebook-Brettspielgruppe ebenfalls in Dortmund oder der unmittelbaren Umgebung wohnten. Was also lag näher, als nicht nur online über Tipps und neue Trends zu plaudern, sondern sich auch regelmäßig persönlich zu treffen?
Birgit Langley jedenfalls ging es an, und stellte schon bald fest, dass sie mit ihrer Begeisterung anscheinend offene Türen einrannte: War man beim ersten gemeinsamen Termin in einer Kneipe noch zu sechst, versammeln sich mittlerweile nicht selten 25 bis 30 Spiel-Enthusiasten im Gemeindehaus der St. Nicolai-Kirche bzw. dem Saal der Martin-Gemeinde an der Sternstraße. Diese beiden Örtlichkeiten nämlich stellt die Kirchengemeinde der bunten Truppe seit etlichen Monaten kostenlos zu Verfügung, wie die Organisatorin mit merklicher Begeisterung berichtet.

Nun also trifft man sich jeweils freitagabends um 18.30 Uhr im Wechsel mal hier und mal dort, und jeder Besucher ist herzlich eingeladen, auch seine persönlichen Spiel-Favoriten mitzubringen. Diese nehmen am Rande des Saals dementsprechend regelmäßig eine imposante Fläche ein und dürften das Herz jedes Spielenthusiasten höherschlagen lassen. Der lockeren Atmosphäre tut die enorme Auswahl keinen Abbruch: Jeweils im Handumdrehen finden sich Grüppchen zusammen, um sich Klassikern wie „Carcassonne“, komplexeren strategischen Abenteuern oder einem lockeren Party-Spiel zu widmen. Und selbst Prototypen durfte die „Brettspielunion“ vor dem Erscheinen auf ihren Spaß-Faktor testen!

Wie sehr es den Anwesenden Spaß macht, ist nicht zuletzt daran abzulesen, dass sich die Abende an Kreuz- bzw. Sternstraße auch gerne mal bis 2 Uhr nachts ziehen können – schließlich ist ja Wochenende!  Zwischendurch setzt man dann eine Sammelbestellung beim Pizzaservice ab oder bedient sich an den vorhandenen Getränken und Knabbereien, um die sich eine sechsköpfige Admin-Gruppe kümmert.

Mittlerweile gehen die Aktivitäten einiger Stamm-Gäste über die regelmäßigen freitäglichen Treffen längst hinaus, hat sich über die BrettspielUnion bereits die eine oder andere Freundschaft entwickelt. Und selbst beim Stillleben im Kreuzviertel waren die Spieler mit drei eigenen Tischen vertreten und konnten weitere Menschen für ihren Treff begeistern.
Ein wenig wirkt Birgit Langley immer noch selbst erstaunt, wenn sie darauf blickt, wie erfolgreich sich ihre Idee binnen kürzester Zeit entwickelt hat.

Die „BrettspielUnion“ hat augenscheinlich einen Nerv getroffen – und dabei hat die gemütliche Zeit des Jahres doch gerade erst begonnen!

Wer das Spielefieber gerne auf sich überspringen lassen möchte, kann sich im Netz unter www.brettspielunion-dortmund.de weitergehend informieren.

Das nächste Treffen der Gruppe wird am 21.12. im Gemeindesaal der St. Nicolai-Kirche über die Bühne gehen.

Ende offen! Wen das Fieber richtig packt, der darf sogar bis weit nach Mitternacht vor Ort bleiben und weiterspielen.