Ein Loch unterm Kirchenparkplatz

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Wenn man eines beim „Tatort gucken“ gelernt hat, dann dieses: Der mutmaßliche Täter war’s am Ende ziemlich sicher nicht. Genau das Gleiche galt Mitte Oktober auch für den Tatort St. Barbara-Kirche. Noch kurz zuvor hatte ein Wasserrohrbruch unter der angrenzenden Arminiusstraße für eine tagelange Vollsperrung und große Betriebsamkeit gesorgt. Was aber das Absacken der nahegelegenen Kirchenstellplätze angeht, hat der Verdächtige ein Alibi. Stattdessen ist mittlerweile ein offenbar schlecht verfüllter Hohlraum unterhalb der Parkboxen als Ursache ausgemacht.

Bis in die 1970er Jahre hinein standen hier entlang der Teutoburger Straße einige Wohnhäuser. Als diese schließlich weichen mussten, blieben die Kellergewölbe offensichtlich stehen. Bei den folgenden Arbeitsschritten aber ging man augenscheinlich nicht allzu sorgfältig vor – durch das nun auf dem Parkplatz entstandene kleine Loch im Boden jedenfalls kann man derzeit geradewegs in einen kleinen, von Mauern eingefassten Hohlraum leuchten.

Sollte nun „nur“ gründlich aufgefüllt werden müssen, ist die Gemeinde zuversichtlich, den Missstand aus Eigenmitteln bis Ende des Jahres beseitigen zu können. Sollten jedoch die Drainagen der Stellplatzanlage unterspült worden sein, wird ein größeres Rad gedreht und das Bistum als Mitfinanzierer nach Möglichkeit dazugeholt werden. In diesem Falle würden die Gemeindemitglieder nach den Worten von Kirchenvorstandsmitglied Jochen Brummel sicherlich bis Ende 2019 auf anderen Parkraum ausweichen müssen. Durch ein Bodengutachten wollen die Dorstfelder im Laufe der nächsten Wochen Klarheit erlangen – und so „den Täter überführen“.