Drachen entlang der Rheinischen Straße – mit Arkadenverschönerung endete Stadtumbau-Projekt

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Der direkte Bezug zur Umgebung ist an den Arkaden-Fassaden überall erkennbar. Und das chinesische Schriftzeichen für „Drache“ wurde gründlich recherchiert! (Fotos: IN-StadtMagazine)

„Stadtumbau Rheinische Straße“ heißt der Masterplan, mit dem im Laufe der letzten zehn Jahre zwischen Dorstfeld und dem Westentor zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität auf den Weg gebracht wurden. Und wenn auch sicherlich nicht jeder Impuls im gewünschten Maße zündete, wurde zumindest das Image des Quartiers östlich der Dorstfelder Brücke in dieser Zeit gründlich umgekrempelt.

Derzeit nun geht mit der Umgestaltung der Arkaden an der Rheinischen Straße der letzte Akt des Stücks über die Bühne. Aufgewertet werden sollen die lange Zeit dunklen und gammeligen Tunnel durch eine einheitliche, freundliche Grundierung, welche durch insgesamt sieben Fassadenbilder ergänzt wird. Sichern konnten sich die Aufträge das Duo Daniel Kireth und Anna Hauke, welches bereits die Mauer am Ende der Dorstelmannstraße verschönert hatte, sowie die Dortmunder Bildungs-, Entwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH (dobeq).

Die dobeq kümmert sich um die berufliche und soziale Eingliederung von Menschen. Im Falle der Arkadenbemalung bekamen zehn Jugendliche im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) die Möglichkeit, sich von der Auftragsakquise bis zur eigentlichen Arbeit „vor Ort“ aktiv am Projekt zu beteiligen. Unter der Anleitung des Dortmunder Maler- und Lackierermeisters Matthias Vogt wurde entworfen, wurden Schablonen erstellt und die Entwürfe umgesetzt. Von Anfang August bis Mitte September ging man gemeinsam zu Werke – und wer ein wenig aufmerksamer hinschaut, entdeckt sowohl den roten Faden der Fassadengemälde als auch den jeweiligen Zusammenhang mit der direkten Umgebung.

„Drachen“ nämlich lautet ab sofort die Überschrift entlang Arkaden. Das allerdings kann sowohl der „klassische“ chinesische Drache am Rande des entsprechenden Ladenlokals sein als auch der türkische Drachenkopf – eine Pflanze – am Rande eines Döner-Imbisses. Die Kinder, die ihre Flugdrachen am Himmel zu einem „U“ formen, bringen auf diese Weise das Logo des Viertels ins Spiel. Und dann gibt’s da noch, ein paar Meter in einer Seitenstraße gelegen, das Portrait einer Dame vom Ordnungsamt. Ob auch hier eine Verbindung zur Überschrift gezogen werden kann, muss indes jeder für sich beantworten!

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