Dorstfelder Bürgerhaus-Konzept wurde prämiert

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© HWR Ramsfjell, Architekten BDA

Noch ist das Dorstfelder Bürgerhaus lediglich ein Konzept – allerdings ganz offensichtlich eines, das ankommt: Bereits vor Beginn der Bauarbeiten konnten sich die Macher Anfang November in Leipzig erstmals einen Preis für ihre Planungen sichern, und einen Scheck über 15.000 € gab’s erfreulicherweise noch dazu.

Beim Bundeswettbewerb „Europäische Stadt: Wandel und Werte – Erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“ mit insgesamt 210 Beiträgen aus allen Teilen der Bundesrepublik landeten die Dorstfelder auf einem zweiten Rang. Lob seitens der Jury gab es insbesondere für die „Belebung eines industriegeschichtlichen Relikts durch ehrenamtliches Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ sowie die geplante aktive Jugendarbeit im Stadtteil.
Geführt werden soll das Haus letztlich von einer Genossenschaft, an der Bürger sich durch den Erwerb von Anteilsscheinen zu je 250 € persönlich und aktiv beteiligen können.

Auf die Fahnen geschrieben haben sich die Macher, einen diskriminierungsfreien Ort zu schaffen, der die Menschen unabhängig von Herkunft, Status oder Alter willkommen heißt.
Das gewonnene Preisgeld soll in die Gestaltung der Flächen für die Jugendlichen fließen – und diese dabei in die Planungen mit einbeziehen. Ganz nach oben auf deren Wunschliste schaffte es im Übrigen eine Idee, die in den letzten Jahren ein echtes Comeback erlebt: am wichtigsten ist dem Nachwuchs die Anlage eines Schrebergartens.

© HWR Ramsfjell, Architekten BDA