Die Kita Rasselbande setzt auf Fairtrade

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Leiterin Doreen Meißner mit den diesjährigen Vorschulkindern Foto: IN-StadtMagazine

Die Kita „Rasselbande“ in Dorstfeld hat jetzt das Zertifikat „Faire Kita“ erhalten. Die Rasselbande, das sind 40 Dortmunder Kinder im Alter zwischen 4 Monaten und 7 Jahren sowie acht Erzieherinnen, die in der Kita basteln, spielen, turnen, singen, tanzen, malen, schlafen, essen, streiten und sich mit fair gehandelten Produkten sowie der Umwelt befassen. „Die Elterninitiative Rasselbande besteht seit 1987 in freier Trägerschaft und auf ökologische Ernährung wurde hier schon immer großen Wert gelegt. Das Zertifikat macht es nun ganz offiziell, was wir schon die ganze Zeit ,gelebt’ haben. Der Weg bis zum Zertifikat war aber nicht so einfach“, erklärt Leiterin Doreen Meißner.
Die Kinder besuchten das Museum Mondo mio und lernten, was Gleichaltrige in Afrika bereits arbeiten müssen: Wasser holen, bei der Ernte helfen, Sachen transportieren und Brennholz sammeln. In einem benachbarten Supermarkt ging es auf Entdeckungstour nach fair-gehandelten Produkten und während der Europameisterschaft erfuhren die Kinder alles über fair produzierte Fußbälle. All diese Aktionen dokumentierte die Kita in einem Fotobuch und reichte es zum Zertifizierungsverfahren ein. Mit Erfolg! Es mussten nur noch täglich benutzte Fairtrade-Produkte ausgewählt werden. Die Entscheidung fiel schnell auf Tee, Kaffee und Bananen. „Unser Lieferant und Partner ist ein Bioladen aus Dortmund, mit dem arbeiten wir gut zusammen“, berichtet Doreen Meißner.

Auszug aus der Broschüre faire-kita-nrw:
Eine FaireKITA ist eine Kita, in der Globales Lernen zum Alltag der Kinder gehört. Die Vielfalt unserer Welt wird im Globalen Lernen mit allen Sinnen erfahrbar. Es hilft den Kindern in der Kita, unsere Welt als Eine Welt zu verstehen. Fühlen, Denken, Urteilen und Handeln, Identität und Weltsicht sind wichtige Lernfelder. Durch die Verwendung von fairen Produkten in ihrer Einrichtung übernehmen Kitaleitung, Erzieher und Eltern Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum.
Globales Lernen ist ein wichtiges Thema in der Bildungsarbeit mit den Kindern in einer Fairen KITA. Spielerisch und mit allen Sinnen können Kinder bereits im Kindergarten lernen, dass die Waren, von denen sie umgeben sind, eine Herkunft haben. Ein Blick über den Tellerrand zu den Familien in anderen Teilen der Welt, die z. B. Baumwolle für unsere T-Shirts anbauen, kann helfen die Welt zu verstehen. Kinder lernen in einer Fairen KITA Zusammenhänge kennen, die ihr Weltverstehen und ihr Gerechtigkeitsempfinden schärfen. Sie lernen, mit Vielfalt respektvoll umzugehen und werden vorbereitet auf ein Leben in der globalisierten Welt. Das Projekt FaireKITA ist ein Angebot des Informationszentrums 3. Welt Dortmund e.V. in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr und wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. Kitas in NRW ist es möglich, sich für ihr Engagement in der Umsetzung von Themen des Globalen Lernens und dem Fairen Handel zertifizieren zu lassen.
FaireKITAs sind Orte gelebter Solidarität und Vorreiter in der Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder in NRW.

So wird man zur Fairen KITA:
Sie fassen den Beschluss, eine FaireKITA werden zu wollen.
• Sie gründen ein Faires Team, das die Umsetzung und Einhaltung der Kriterien im Blick hat.
• Sie verwenden mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel in Ihrer Einrichtung.
• Sie thematisieren den Fairen Handel in der Bildungsarbeit mit den Kindern.
• Sie zeigen öffentlich Ihr Engagement als FaireKITA. Im Anschluss stellen Sie Ihre Bewerbung zusammen und nach erfolgreicher Prüfung Ihrer Unterlagen wird Ihre Einrichtung als FaireKITA ausgezeichnet.

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