Das doppelte Seniorenbüro

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Klaudia Krcmarek (l.) und Julia Banach (r.) ergänzen im Eugen-Krautscheid-Haus das Team des Seniorenbüros, zu dem Marion Koslowski (Mitte) schon seit langem gehört. Künftig heißt es also „mit doppelter Kraft voraus“ – sofern Corona dies zulässt. (Foto: IN-StadtMagazine)

Auf doppelt so viele Schultern wie vorher können die Dortmunder Seniorenbüros seit Juni die anfallenden Aufgaben verteilen, kümmern sich doch seither in allen Stadtbezirken jeweils vier Fachkräfte um das Wohl der Älteren. Unverändert allerdings bleibt hierbei das Grundprinzip: Pro Bezirk teilen sich die Stadt und ein Wohlfahrtsverband gleichberechtigt die Leitung der Büros.

In der westlichen Innenstadt sitzt die Arbeiterwohlfahrt mit im Boot, für die seit einigen Monaten Julia Banach das Team ergänzt. Die berufliche Vergangenheit der 44-jährigen gebürtige Dortmunderin allerdings liegt bei der Caritas: Hier hatte sie bis vor Kurzem noch die Pflegedienstleitung zweier Tagespflegen inne.
Komplettiert wird das Quartett von städtischer Seite durch Kristina Krcmarek (43), zuvor u. a. tätig beim Wohnraummanagement für Asylsuchende und als Leiterin des Diakonie-Projektes „Stadtteilmütter“.

Einig sind sich die beiden neuen Kräfte, bei ihrer Arbeit künftig den Fokus verstärkt auf Bürgerbeteiligung legen zu wollen. Durch die erweiterten personellen Möglichkeiten könne das Seniorenbüro, so Julia Banach, außerdem deutlich kleinräumiger arbeiten als zuvor und so mit den Menschen vor Ort besser in Kontakt treten. Konkreter heißt das: Deutlich mehr „aufsuchende“ Projekte als bisher, bei denen man selbst die Brücke zu den älteren Menschen des Stadtbezirks schlägt. Wie diese Projekte aussehen könnten, möchte man in Dortmund an einem runden Tisch gemeinsam mit den Netzwerkpartnern herausfinden. Dass aktuell allerdings fast all diese Pläne mit einem Konjunktiv versehen werden müssen, ist auch den beiden neuen Kräften an der Langen Straße sehr bewusst, denn schließlich spielen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften in Corona-Zeiten an wenigen Stellen eine solch zentrale Rolle wie in der Seniorenarbeit. So müssen denn auch Julia Banach und Kristina Krcmarek derzeit das tun, was landauf, landab hoch im Kurs steht: improvisieren und Spielräume ausloten. Aber immerhin: Sobald diese wieder breiter werden, geht’s an der Langen Straße mit doppelter Kraft voran.

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