Auch Ritter brauchen Helfer – die Dorstfelder Ferienspiele boten mal wieder zwei spannende Wochen

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Da bekamen nicht nur die Kinder leuchtende Augen: Der 38 m lange (!), aufblasbare Hindernis-Parcours begeisterte die Besucher an beiden Freitagen. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Ferienspiele gibt es bekanntlich in einigen Dortmunder Stadtteilen, aber dass den Kindern zehn Tage lang ein ganzer Park inklusive eines Teiches zur Verfügung steht, ist und bleibt doch etwas Besonderes.

Auch die 29. Auflage erfüllte wieder alle Erwartungen an einen spannenden Urlaub direkt vor der eigenen Haustür. Zu entdecken gab es diesmal „Ritter, Schlösser und Burgen“. Nähern konnte sich der Nachwuchs dem Thema auf unterschiedlichen Wegen: Beispielsweise durch das Basteln von stilechten Lederbeuteln und Ritterschwertern, oder als Schauspieler bzw. Gast bei der traditionellen täglichen Theateraufführung, welche die Besucher diesmal auf eine Reise ins Mittelalter mitnahm.

Immer umlagert waren selbstverständlich auch die „Ritter-Kampfbahn“ sowie „Rapunzels Baum“, an dem sich die Mutigsten von Seilen gesichert bis in Kronennähe hinaufhangeln konnten.

Selbstverständlich sehnsüchtig erwartet wurde von den Kindern die im kleinen Teich endende lange Wasserrutsche, die man so weit und breit wohl auch nur in Dorstfeld finden dürfte.

Wer derartig viele Gelegenheiten hat, den Turbo zu zünden, dem knurrt irgendwann der Magen. Im Schulte-Witten-Park allerdings war das einmal mehr kein Anlass zur Sorge, den nicht nur hinsichtlich der Verpflegung leisteten die Organisatoren und zahlreiche Ehrenamtliche auch 2019 erneut ganze Arbeit. Das Essen etwa stammte mittags dreimal von Eltern der beteiligten Kinder, die sich im nahe gelegenen CVJM-Gebäude gemeinsam mit dessen Belegschaft an den Herd stellten. An etlichen anderen Tagen wurden jeweils etwa 150 Portionen Essen von der Pizzeria Asia Bella Oviyaa und dem Restaurant Emil im Dortmunder U gespendet.

Die Freitage wiederum lagen (kulinarisch) in den Händen der afrikanischen „Community of Heart“ bzw. des ehrenamtlichen Helfers Anton Aquinas und seiner Familie (!), denen es jeweils gelang, alle anwesenden Mägen mit leckeren Spezialitäten zu füllen. In Rechnung stellte dabei keiner der Beteiligten seine Arbeit!

Auch, aber nicht nur ihnen galt der tiefe Dank von Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze in seiner Bilanz der diesjährigen Ferienspiele. Ob die pädagogischen Helferinnen des Heinz-Werner-Meyer-Treffs, die CVJM-Theatertruppe oder Mütterzentrums und Familienbüro Dortmund, welche sich um die kleinsten Besucher kümmern: Sie alle leisten wesentliche Beiträge zum Gelingen der zweiwöchigen Sause. Ein namentliches Extra-Lob gab es für den bereits erwähnten Anton Aquinas, der als „Mann für alle Fälle“ im Hintergrund repariert, aufbaut und koordiniert, was das Zeug hält.

Für die Kinder kommt bei alldem eine bunte Veranstaltung heraus, die knapp zwei Wochen lang randvoll mit Abwechslung und Attraktionen ist. Der Spaß an diesen zehn Tagen in „ihrem Park“ ist den jungen Besuchern durchgehend anzumerken, und am Ende fällt nicht wenigen der Abschied schwer.

Und so dürften auch die vielen, vielen Helfer – Arbeit hin oder her – im nächsten Jahr wieder aus ganzem Herzen ihr Scherflein zum Gelingen der Dorstfelder Ferienspiele beisteuern.

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