Aktualisierte Informationen zur Evakuierungs- und Entschärfungsmaßnahme im Klinikviertel am kommenden Sonntag

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Ab dem Zeitpunkt der Entschärfung wird der Bahnhof komplett gesperrt - Näheres dazu unter Punkt 13. – Einschränkungen des Bahnverkehrs. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Wie bereits mitgeteilt, wurden im Bereich des Dortmunder Klinikviertels in den vergangenen Monaten Untersuchungen zur Kampfmittelbeseitigung durch den erfahrenen Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt. Diese vorbereitenden Arbeiten  wurden durch aktuelle und zukünftige Bauprojekte verursacht. Bei den Untersuchungen wurden auch sogenannte Anomalien festgestellt, die auf mögliche Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hinweisen.

Mehrere Tausend Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Städtischen Kliniken und das St.-Johannes Hospital Dortmund müssen daher am Sonntag, 12. Januar, evakuiert werden. Ob es sich tatsächlich um Bombenblindgänger handelt, kann erst durch eine Aufgrabung festgestellt werden. Mit diesen Aufgrabungen wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen Lippe bereits am Samstag, 11. Januar, beginnen.

  • Die eigens eingerichtete Informationsstelle der DOline ist ab Samstag, 11. Januar 2020, um 6 Uhr bis zum Ende der Maßnahme unter (0231) 50 13 247 – zeitgleich mit dem Bürgertelefon der Polizei unter (0231) 132 55 55 – geschaltet.
  • Im Internet sind alle Informationen unter www.entschaerfung.dortmund.de einzusehen. Die Informationen werden auf der Seite kontinuierlich aktualisiert.
  • Die Stadt Dortmund informiert ab sofort bei Twitter (www.twitter.com/stadtdortmund) unter dem Hashtag #dobombe und auf Facebook unter w.facebook/dortmund.de fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Die folgende Auflistung bietet Ihnen eine Übersicht über die umfangreichen Themenbereiche dieser Mitteilung:

  1. Erneuter Aufruf: Am Sonntag, 12. Januar, bis 8 Uhr die Wohnung verlassen
  2. Anomalien im Gartenbereich des St. Johannes-Hospital festgestellt
  3. Verlegung von Patienten
  4. Sperrungen und alternative Abstellplätze
  5. Abholen von entlassenen Patienten
  6. Anmelden von Krankentransporten
  7. Evakuierungsradius bis zum Ende der Maßnahme gesperrt
  8. Containerwände an sechs Stellen im Evakuierungsgebiet
  9. Polizei sichert mit Kameras und Drohnen
  10. Parkhäuser im betroffenen Gebiet
  11. Seelsorge für Anwohnerinnen und Anwohner
  12. Gastronomiebetriebe und Gottesdienste
  13. Einschränkungen des Bahnverkehrs
  14. Städtische Museen in der Innenstadt am Sonntag geschlossen – angekündigte Führungen fallen aus
  15. Informationen zu den Stadtbahnen am Sonntag, 12. Januar: Kein Ausstieg im Evakuierungsbereich
  16. Stadtbahnlinien unterbrochen
  17. Schienenersatzverkehr stellt Nord-Süd-Verbindung sicher
  18. Einschränkungen auf vier Buslinien
  19. KVWL-Notfalldienst für Kinder und Erwachsene in Dortmund am 11. Und 12. Januar
  20. Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst
  21. Handlungsanweisungen für Anwohnerinnen und Anwohner
  22. Freier Eintritt für Anwohnerinnen und Anwohner

1. Erneuter Aufruf: Am Sonntag, 12. Januar, bis 8 Uhr die Wohnung verlassen
Die Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, am Sonntag, 12. Januar, bitte bis 8 Uhr ihre Wohnung zu verlassen. Benötigte Medikamente und Babynahrung müssen mitgenommen werden. Haustiere sind zu versorgen oder müssen mitgenommen werden. In der Evakuierungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst ist jedoch ausschließlich das Mitführen von Kleintieren (Hunde & Katzen – keine Reptilien, keine Spinnen etc.) gestattet. Elektronische Geräte, wie Herd, Kaffeemaschine, Waschmaschine etc. müssen abgestellt werden. Bitte die Fenster und Haus-/ Wohnungstüren schließen. Achten Sie auf Ihre Nachbarn und unterstützen Sie eine schnelle und vollständige Evakuierung des betroffenen Bereichs. Die Stadt Dortmund bittet um Verständnis, dass bei diesem komplexen Sachverhalt ein Ende für die Evakuierung noch nicht mitgeteilt oder abgeschätzt werden kann.

2. Anomalien im Gartenbereich des St. Johannes-Hospital festgestellt
Im Gartenbereich des St. Johannes-Hospitals wurden nun neben den bereits bekannten Stellen ebenfalls im Rahmen von vorbereitenden Arbeiten für den geplanten Erweiterungsbau Anomalien festgestellt, welche ebenfalls am Sonntag, 12. Januar, durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst bearbeitet werden müssen. Die zur Aufgrabung des Bombenverdachtspunktes notwendigen Vorbereitungen haben bereits begonnen. Dadurch erhöht sich die Anzahl an Bombenverdachtspunkten auf vier Stück. Der Radius zur Evakuierung der Zivilbevölkerung ändert sich durch diesen Fund nicht.

3. Verlegung von Patienten
Durch die Bewertungen und Expertise des eingeschalteten Gutachters in Verbindung mit einem abgestimmten Maßnahmenpaket konnten in den Städtischen Kliniken sichere Räumlichkeiten definiert werden, die einen Verbleib von Patientinnen und Patienten in bestimmten Gebäudeteilen auf dem Gelände des Klinikums Mitte ermöglichen. Dadurch ergeben sich 130 Patiententransporte des St. Johannes-Hospitals und der Städtischen Kliniken und 45 Patiententransporte der Kinderkliniken. Diese Transporte werden bereits am Samstag, 11. Januar, durchgeführt. Für die Zeitdauer der Evakuierung werden die Patientinnen und Patienten in das Marien Hospital Hombruch, das St.-Elisabeth-Krankenhaus Kurl, das St.-Josefs-Hospital Hörde oder das St.-Marien-Hospital Lünen verlegt und dort von ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitenden des St.-Johannes-Hospitals weiter behandelt. Die Rückführung erfolgt am Montag, 13. Januar. Die Kräfte der Feuerwehr Dortmund werden durch alle in Dortmund ansässigen Hilfsorganisationen, den THW Dortmund sowie externe Hilfskräfte nach Konzepten des Landes NRW unterstützt. Über die Bezirksregierung wurden zur Unterstützung mehrere Patiententransportzüge und eine Betreuungsplatzbereitschaft angefordert.

Ebenfalls evakuiert werden müssen die die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Josefa und des Seniorenheims Christinenstift, welche in umliegende Seniorenheime evakuiert werden. Auch sie werden am Montag, 13. Januar, wieder zurückgebracht.

4. Sperrungen und alternative Abstellplätze
Durch den Verbleib mancher Patienten in den Räumlichkeiten des Klinikums Dortmund können im Sinne der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern auch die Straßensperrungen zeitlich reduziert werden – so dass diese am Freitag, 10. Januar, erst ab 16 Uhr mit der Anordnung eines absoluten Halteverbots erfolgen. Die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamts der Stadt Dortmund wird ab diesem Zeitpunkt mit entsprechenden Maßnahmen zur Sicherstellung der Freihaltung dieses Bereichs für die Patiententransporte beginnen.

Die Straßensperrungen müssen bis einschließlich Montag, 13. Januar, bestehen bleiben, um den Patientenrücktransport ohne Komplikationen durchführen zu können. Anwohnerinnen und Anwohner mit Parkplätzen auf Privatflächen können diese am Freitag, 10. Januar, ab 16 Uhr, am Samstag, 11. Januar, ganztägig und am Sonntag, 12. Januar bis 7:45 Uhr durch Vorzeigen des Personalausweises an den Sperrstellen erreichen. Von den Sperrungen sind auch Zulieferdienste wie UPS, Hermes, DHL, Amazon, Lieferando oder Möbellieferanten betroffen. Sie können ab Freitag, 10. Januar, 16 Uhr, den gekennzeichneten Bereich nicht mehr mit Fahrzeugen beliefern. Taxen können den Bereich rund um das St. Johannes-Hospital ab dem 11. Januar nicht mehr erreichen.

Als alternativen Abstellplatz für Fahrzeuge können die Anwohnerinnen und Anwohner des Evakuierungsbereichs den Festplatz Fredenbaumplatz/Eberstraße in der Zeit vom Freitag, 10. Januar, nachmittags bis Montag, 13. Januar, nutzen. Der Festplatz ist mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar. Eine Bewachung der Fahrzeuge wird am Festplatz nicht stattfinden.

5. Abholen von entlassenen Patienten
Abholer von entlassenen Patientinnen und Patienten des St. Johannes-Hospitals können diesen Bereich nur noch bis Freitag, 10. Januar, um 16 Uhr befahren und ihre Fahrzeuge bis 16 Uhr dort kurzfristig abstellen.

Angehörige, die entlassene Patientinnen und Patienten abholen möchten, benötigen eine schriftliche Zugangsberechtigung, welche durch das Krankenhaus ausgestellt wird. Die Patientenübergabe erfolgt im Innenhof des St. Johannes-Hospitals. Abholende Personen wenden sich bitte diesbezüglich direkt an die Stationsleitung der jeweiligen Station. Von einer Abholung am Samstag wird abgeraten, da die Zugänge des St.-Johannes-Hospitals durch die Rettungszüge zum Abtransport verlegter Patienten blockiert sind. Eine direkte Anfahrt des Krankenhauses ist dann unter Umständen nicht mehr möglich, so dass Patienten einen weiteren Fußweg in Kauf nehmen müssen.

6. Anmelden von Krankentransporten
Menschen, die in dem zu evakuierenden Bereich gehbehindert oder bettlägerig sind, teilen dies bitte ab sofort bis spätestens Samstag, 11. Januar 2020, 19 Uhr, dem Ordnungsamt unter folgender Rufnummer mit: (02 31) 50 2 88 88. Für diese Personengruppe wird dann ein eigener (Kranken-)Transport organisiert.
Mit einem separaten Schreiben informiert die Stadt Dortmund ebenfalls die ambulanten Pflegedienste.

7. Evakuierungsradius bis zum Ende der Maßnahme gesperrt
Die in dem Bereich dann gefundenen Kampfmittel werden nacheinander entschärft. Eine Mitteilung über die Freigabe des Evakuierungsgebiets erfolgt nach den erfolgreichen Entschärfungen durch die Medien und die Internetseite der Stadt Dortmund, sowie über die Social Media-Kanäle der Stadt Dortmund. Erst dann kann der Bereich wieder betreten werden und die Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser wieder aufsuchen.

Sollten Angehörige oder Freunde am Sonntag, 12. Januar, Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Evakuierungsradius abholen wollen, muss dies bis 8 Uhr erfolgen, da Sie sonst in den gesperrten Bereich nicht mehr einfahren können.

8. Containerwände an sechs Stellen im Evakuierungsgebiet
Als Vorsorge- und Wirkungsdämpfungsmaßnahme werden an sechs Stellen im Umfeld der Krankenhäuser Containerwände am Samstag, 11. Januar, aufgestellt. Sie werden als Dämpfungsmaßnahme für eine unkontrollierte Detonation oder Sprengung eines Bombenblindgängers aufgestellt. Diese Standorte befinden sich in der Beurhausstraße, der Alexanderstraße, der Luisenstraße (2x), der Johannnesstraße und der Josephstraße. Die Container werden am Montag, 13. Januar, wieder abgebaut.

9. Polizei sichert mit Kameras und Drohnen
Am Sonntag, 12. Januar, wird die Polizei Dortmund mit zahlreichen Kräften präsent vor Ort sein, um vor allem das Eigentum der Dortmunderinnen und Dortmunder in dem zu evakuierenden Gebiet zu schützen. Die Polizei wird den Einsatzraum außerdem an diesem Tag zusätzlich erstmals mit Kameras sowie mehreren Drohnen überwachen. Verdächtige Personen werden observiert und notfalls durch Einsatzkräfte kontrolliert. Soweit möglich wird auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz sein.

10. Parkhäuser im betroffenen Gebiet
Alle im Evakuierungsradius liegenden Parkhäuser wie beispielsweise das Parkhaus am Hauptbahnhof, das Parkhaus Stadttheater, das Parkhaus Hansaplatz, das Parkhaus am U, das Parkhaus Klinikum / Hohe Straße und das Parkhaus St. Johannes-Hospital sind am Sonntag, 12. Januar, geschlossen. Das Parkhaus Friedensplatz am Südwall öffnet am 12. Januar in der Zeit von 6 Uhr bis 1 Uhr am Montag, 13. Januar.

11. Seelsorge für Anwohnerinnen und Anwohner
Da die Evakuierung für die Beteiligten möglicherweise auch psychische Belastungen oder Beratungsbedarf mit sich bringen kann, ist auch die Psychosoziale Notfallversorgung in die Maßnahmen eingebunden.

Neben der Psychosozialen Notfallversorgung, die am 12. Januar personell durch zusätzliche mobile Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aufgestockt sein wird, stehen im Zentrum für Seelsorge und Beratung des Ev. Kirchenkreises Dortmund in der Klosterstr. 16 Mitarbeitende der Notfallseelsorge von 8 Uhr bis 20 Uhr für Beratungs- und Entlastungsgespräche zur Verfügung. Ebenso werden in der Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge vor Ort sein.

Im Vorfeld der Evakuierung stehen zudem die Krankenhausseelsorge, erreichbar über die Pforten der von der Evakuierung betroffenen Häuser, zur Verfügung und für telefonische Beratung der Pfarrer für Notfallseelsorge des Ev. Kirchenkreises unter Tel. 02 31/ 84 94-4 97.

12. Gastronomiebetriebe und Gottesdienste
Die im zu evakuierenden Gebiet liegenden Gastronomiebetriebe, Imbisse, Kioske, Bäckereien etc. sind am Sonntag, 12. Januar, ab 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme geschlossen. Am Samstag, 11. Januar, kann ein normaler Betrieb aller Betriebe und Gastronomien erfolgen.
In denen im Gebiet befindlichen Kirchengemeinden finden keine Sonntagsgottesdienste statt.

13. Einschränkungen des Bahnverkehrs
Der Dortmunder Hauptbahnhof liegt innerhalb des Evakuierungsradius und kann am Sonntag, 12. Januar, ab 8 Uhr nicht mehr durch den Haupteingang / Bahnhofsvorplatz betreten werden. Auch die im Bahnhofsgebäude liegenden Gewerbebetriebe können nur über den Nordausgang des Hauptbahnhofs erreicht werden. Ab dem Zeitpunkt der Entschärfung wird der Bahnhof dann komplett gesperrt. Das Parkhaus am Hauptbahnhof ist ebenfalls am Sonntag, 12. Januar, ab 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme geschlossen. Der Fahrplan der Deutschen Bahn wird durch die Evakuierung und die Entschärfung ebenfalls eingeschränkt.
Betroffen sind alle Nah- und Fernverkehrslinien, die in die Bereiche des Hauptbahnhofs und der Station Möllerbrücke ein- oder ausfahren. Sobald die behördliche Anordnung erfolgt ist, gilt folgendes Konzept:

Die Nahverkehrs-Linien werden teilweise in Bochum Hauptbahnhof, Hamm (Westf) Hauptbahnhof, Dortmund-Hörde, Schwerte und Dortmund-Körne West gebrochen und wenden jeweils dort in die Gegenrichtung. Die Züge des Fernverkehrs werden großräumig an Dortmund Hauptbahnhof vorbei umgeleitet. Die Stationen Dortmund Hauptbahnhof und Dortmund-Möllerbrücke werden nicht angefahren und entfallen ersatzlos. Davon betroffen sind auch Züge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen.

14. Städtische Museen in der Innenstadt am Sonntag geschlossen – angekündigte Führungen fallen aus
Am Sonntag, 12. Januar bleiben das Dortmunder U, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) an der Hansastraße 3 und das Kindermuseum Adlerturm geschlossen. Die für das MKK bereits angekündigten Sonntagsführungen fallen aus.

15. Informationen zu den Stadtbahnen am Sonntag, 12. Januar:
Kein Ausstieg im Evakuierungsbereich
Mit Betriebsbeginn ab ca. 8 Uhr nehmen am Sonntag, 12. Januar, zunächst alle Stadtbahnlinien in Dortmund ihren regulären Linienbetrieb nach Sonntagsfahrplan auf. An den Stadtbahn-Haltestellen im Evakuierungsbereich – namentlich „Stadtgarten“, „Kampstraße“, „Städtische Kliniken“, „DO-Möllerbrücke“ und „Westentor“ – wird jedoch lediglich der Einstieg in die Bahnen, aber kein Ausstieg möglich sein. Überdies kann die Haltestelle „DO-Hbf“ nur über den Nordausgang erreicht werden. Ab dem Zeitpunkt der Entschärfung wird die Deutsche Bahn zudem den Hauptbahnhof komplett schließen. DSW21 setzt an den genannten Haltestellen zusätzliches Servicepersonal ein.

Die Bürgerinnen und Bürger im Evakuierungsbereich werden von fünf provisorisch eingerichteten Haltestellen mit Pendelbussen zur Stadtbahn-Haltestelle „Reinoldikirche“ gebracht. Von dort fahren Stadtbahnen der Linie U42 etwa im 10-Minuten-Takt zur Haltestelle „Scharnhorst Zentrum“, die fußläufig zur zentralen Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst liegt. Für Mobilitätseingeschränkte steht an dieser Stelle ergänzend ein Bus bereit.

16. Stadtbahnlinien unterbrochen
Mit Beginn der Entschärfung kommt es dann zu massiven Einschränkungen im Linienverkehr, insbesondere im Stadtbahn-Bereich:
– Die Stadtbahn-Linie U41 fährt nur noch zwischen Hörde und der Haltestelle „Märkische Straße“ sowie zwischen Brambauer und der Haltestelle „DO-Hbf“.

– Die U42 fährt nur noch zwischen Hombruch und der Haltestelle „Theodor-Fliedner-Heim“ sowie zwischen Grevel und der Haltestelle „Brügmannplatz“.
– Die U43 fährt nur zwischen Wickede und der Haltestelle „Ostentor“, im übrigen Streckenabschnitt finden keine Fahrten statt.
– Die U44 fährt lediglich zwischen Marten und der Haltestelle „Wittener Straße“, im übrigen Streckenabschnitt werden ebenfalls keine Fahrten durchgeführt.
– Die U47 fährt nur zwischen Aplerbeck und der Haltestelle „Märkische Straße“ sowie zwischen Westerfilde und der Haltestelle „Hafen“.

– Auf den Linien U45, U46 und U49 wird der Betrieb komplett eingestellt.

17. Schienenersatzverkehr stellt Nord-Süd-Verbindung sicher
Um weiterhin eine solide Nord-Süd-Verbindung aufrechtzuerhalten, richtet DSW21 ab 14 Uhr zwischen den Haltestellen „Hafen“ und „Märkische Straße“ einen Schienenersatzverkehr im 10-Minuten-Takt ein. Die Gelenkbusse fahren dazwischen die Haltestellen „Schützenstraße (Nachtexpress-Haltestelle)“, „Kirchenstraße (Nachtexpress-Haltestelle)“, „DO-Hbf Nord“, „Brügmannplatz (Nachtexpress-Haltestelle)“, „Ostentor (Ersatzhaltestelle)“ und „Heiliger Weg (Nachtexpress-Haltestelle)“ an. Somit bietet der Schienenersatzverkehr einen direkten Anschluss zu den Stadtbahnlinien U41, U42, U43 und U47, die weiterhin im regulären sonntäglichen 15-Minuten-Takt fahren.

Fahrgästen der Stadtbahnlinie U44 empfiehlt DSW21, ab der Haltestelle „Wittener Straße“ den Umstieg in die Buslinien 447 und 465 bis zur Haltestelle „Huckarde Bushof“, um von dort mit der U47 weiterzufahren.
Fahrgästen im südlichen Streckenabschnitt der U42 wird nahegelegt, ab „Theodor-Fliedner-Heim“ zu Fuß in das Kreuzviertel zu gehen und dort beispielsweise an der Haltestelle „Kreuzstraße“ in die Buslinien 452 oder 453 umzusteigen. Eine Alternative ist der Umstieg an der Haltestelle „Barop Parkhaus“ in die Buslinie 440 nach Hörde. Dort besteht Anschluss an die U41.

18. Einschränkungen auf vier Buslinien
Im Busbereich gelten die Einschränkungen bereits ab Betriebsbeginn und betreffen die Linien 452, 453, 460 sowie den Airport-Express. Letztgenannter hält wie auch die Linie 460 an der Haltestelle „DO Hbf-Nord“. Die reguläre Haltestelle „DO Hbf“ entfällt dafür. Die Buslinien 452 und 453 müssen den Evakuierungsbereich großräumig umfahren, so dass die Haltestellen „Albrechtstraße“, „Westpark“, „Unionstraße“, „Westentor“ und „Brinkhoffstraße“ der Linie 452 und die Haltestelen „Steubenstraße“, „DO-Möllerbrücke“ und „Unionstraße“ der Linie 453 jeweils in beiden Fahrtrichtungen entfallen.

Diese Einschränkungen im Bus- wie im Stadtbahnbereich gelten voraussichtlich bis Betriebsende. Informationen über die Einschränkungen am 12. Januar sind auf www.bus-und-bahn.de (mobil: bub.mobi) sowie in der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) und in der DSW21- und VRR-App hinterlegt.

19. KVWL-Notfalldienst für Kinder und Erwachsene in Dortmund am 11. Und 12. Januar
Von der Evakuierung betroffen sind damit auch die allgemeine und die kinderärztliche Notfalldienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Klinikum Dortmund. Ersatzweise werden am 11. und 12. Januar folgende allgemeinmedizinische und kinderärztliche Praxen geöffnet haben und den Notfalldienst übernehmen:

Allgemeinmedizinische Praxen
Samstag, 11. Januar:

– Gemeinschaftspraxis Dres. Med. Rodewyk und Thau: Alte Benninghofer Straße 10, 44263 Dortmund, Öffnungszeiten: 8 bis 22 Uhr
– Gemeinschaftspraxis Dr. Lamers & Kohlschein, Tackenstraße 7, 44309 Dortmund, Öffnungszeiten: 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr

Sonntag, 12. Januar:
– Gemeinschaftspraxis Dres. med. Kostka und Kollegen, ldinghoferstraße 16, 44263 Dortmund, Öffnungszeiten: 8 bis 22 Uhr

Kinderärztliche Praxen
Samstag, 11. Januar:
– Gemeinschaftspraxis Dres. med. Christodoulou und Luig, Allee 7a, 59439 Holzwickede, Öffnungszeiten: 9 bis 20 Uhr
– Gemeinschaftspraxis Dr. med. Hoffmann und Dr. med. Schweizer-Hoffmann, Krimstraße 2, 44145 Dortmund, Öffnungszeiten: 9 bis 20 Uhr

Sonntag, 12. Januar:
– Gemeinschaftspraxis Dres. med. Südfeld und Springer, Aplerbecker Marktplatz 20, 44287 Dortmund, Öffnungszeiten: 9 bis 20 Uhr
– Praxis Dr. med. Shadi Isa, Uhlandstraße 57, 44147 Dortmund, Öffnungszeiten: 9 bis 20 Uhr

Alternativ können Patienten aus Dortmund und Umgebung bei dringenden medizinischen Beschwerden auch eine der folgenden KVWL-Notfalldienstpraxen aufsuchen:

Allgemeine Notfalldienstpraxen
– Marienkrankenhaus Schwerte, Goethestraße 19, 58239 Schwerte, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 8 bis 22 Uhr
– St.-Marien-Hospital Lünen, Altstadtstraße 23, 44534 Lünen, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9 bis 22 Uhr
– Katharinen Hospital Unna, Obere Husemannstraße 2, 59423 Unna, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9 bis 21 Uhr
– St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel, Glückaufstraße 10, 44575 Castrop-Rauxel, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9:30 bis 12:30 Uhr und 14:30 bis 19:30 Uhr
– Marien-Hospital Witten, Marienplatz 2, 58452 Witten, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 8 bis 22 Uhr

Kinderärztliche Notfalldienstpraxen
– Kinderklinik Bochum, Alexandrinenstaße 5, 44791 Bochum, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9 bis 21 Uhr
– Kinderklinik Datteln, Dr. Friedrich-Steiner-Straße 5, 45711 Datteln, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9 bis 22 Uhr
– Kinderklinik Witten, Marienplatz 2, 58452 Witten, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9 bis 19 Uhr
– Kinderklinik EVK Hamm, Werler Straße 110, 59065 Hamm, Öffnungszeiten samstags, sonntags, feiertags: 9 bis 20:30 Uhr

Außerhalb dieser Öffnungszeiten übernehmen die Notfallambulanzen der jeweiligen Krankenhäuser die Notfallversorgung der Patienten.

Der augenärztliche und der HNO-Notfalldienst im Dortmunder Stadtgebiet finden am 11. Und 12. Januar wie gewohnt statt. Informationen über den jeweils diensthabenden Arzt erhalten Patienten unter der zentralen Telefonnummer 116117.

Weitere Informationen zu den Standorten und Öffnungszeiten der KVWL-Notfalldienstpraxen finden Sie auch unter: www.kvwl.de/notfalldienst

Über die Möglichkeiten eines Hausbesuchs informiert ebenfalls der Patientenservice unter der zentralen Telefonnummer 116117.

Wichtig: Menschen, die sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation befinden, wenden sich bitte umgehend an die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 112.

20. Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst
Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner, die am Sonntag, 12. Januar 2020, ab 8 Uhr nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, wird ab diesem Zeitpunkt eine Betreuungsstelle eingerichtet. Diese befindet sich in der Gesamtschule Scharnhorst, Mackenrothweg 15, 44328 Dortmund. Für den Transport vom zu evakuierenden Gebiet in die Betreuungsstelle stehen Busse der DSW21 zur Verfügung. Diese bringen die Anwohnerinnen und Anwohner zur Reinoldikirche. Dort geht es dann mit der Bahn weiter zur Betreuungsstelle. Sobald die möglichen Bombenblindgänger entschärft sind und die Absperrmaßnahmen aufgehoben werden, wird ebenfalls ein Rücktransport stattfinden. Ein Ende der Entschärfung kann noch nicht benannt werden.

Es wird darum gebeten, nicht mit dem eigenen PKW zur Betreuungsstelle zu fahren, da die Zu- und Abfahrtswege an der Evakuierungsstelle für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden müssen und nicht genügend Parkplätze vorhanden sind.

21. Handlungsanweisungen für Anwohnerinnen und Anwohner
Es ist bislang nicht absehbar, wie lange die Evakuierung dauern wird. Daher wird die zu evakuierende Bevölkerung gebeten, notwendige Medikamente, Baby- und Spezialnahrung oder Dinge des besonderen Bedarfs (z.B. Windeln) ausreichend mitzunehmen. Vor dem Verlassen der Wohnung sollten die Anwohnerinnen und Anwohner sich vergewissern, dass alle elektrischen Geräte ausgeschaltet, alle Wasserhähne abgedreht und sämtliche Fenster sowie die Wohnungstür geschlossen sind. Auch die Haustiere müssen ausreichend versorgt sein.
Die Polizei unterstützt die Maßnahmen der Evakuierung mit einer Vielzahl an Personal und steht in engem Austausch mit den Sicherheitspartnern der Stadt Dortmund.

22. Freier Eintritt für Anwohnerinnen und Anwohner
Von der Evakuierung betroffene Anwohnerinnen und Anwohner können auch Angebote der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund wahrnehmen und bei freiem Eintritt im Dortmunder Zoo (von 9.00 bis 16.30 Uhr), im Südbad (von 8.00 bis 12.00 Uhr), im Westfalenpark (von 10.00 bis 17.00 Uhr) oder in den Pflanzenschauhäusern im Botanischen Garten des Rombergparks (10.00 bis 16.30 Uhr) Zeit verbringen. Der freie Eintritt erfolgt gegen Vorlage des Personalausweises.

 

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