566 Tüten gegen die Langeweile

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In der Kita „Zum Förderturm“ kamen so einige Geschenksets zusammen. Die hier insgesamt 110 Tüten, verpackt u. a. von Leiterin Annette Klüh (hinten links) und ihren beiden Mitarbeiterinnen Lea Reschke (vorne) und Felina Garcia Diaz (hinten rechts) werden in den nächsten Tagen persönlich bei den Kindern abgeliefert. Die u. a. von Elke Niemann (hinten Mitte) geleitete BildungsUnion organisierte und teilfinanzierte den Tüteninhalt. (Foto: IN-StadtMagazine)

Deutschlands Nachwuchs schiebt vielerorts Frust. Geschlossenen Kitas bedeuten: Kein Wiedersehen mit Freunden und Freundinnen, kein gemeinsames Spielen und Toben.
Das von „nordwärts“ geförderte Projekt BildungsUnion hat sich im Ortsteil Dorstfeld zum Ziel gesetzt, die örtlichen Akteure der Jugendarbeit – also Schulen, Kitas, Familienzentren, Jugendfreizeitstätten usw. – zum Wohle der Kinder miteinander zu vernetzen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Im Juni sollte es losgehen, doch in diesen Tagen muss bekanntlich in jeden Satz ein „eigentlich“ eingefügt werden. Komplett im Wartestand verharren aber wollte man in Dorstfeld trotz der Corona-Einschränkungen nicht, und so wurde gemeinsam mit acht örtlichen Kitas eine kleine Aktion gestartet. In diesem Rahmen stiftete die Bildungsunion unterstützt vom Jugendamt dem Dorstfelder Nachwuchs einen Schwung Spiel- und Bastelmaterial, welches dann Ende April in den jeweiligen Kindergärten von den MitarbeiterInnen in insgesamt 566 Tüten verpackt wurde.

Anschließend, je nach Einrichtung, für alle zur Abholung bereitgehalten oder persönlich an die Haushalte verteilt, soll es bei den Kindern für ein wenig Spaß und Abwechslung sorgen, und sie obendrein zum Dazulernen animieren. Unter anderem finden sich Buntstifte, Straßenmalkreide, Bilder- und Malbücher in den verteilten Sets, und für die Allerkleinsten unter drei Jahre gibt’s eine eigene Zusammenstellung. Und wenn dies alles auch selbstverständlich kein gleichwertiger Ersatz für gemeinsames Spielen ist – so kann In Dorstfeld der Langeweile schon wieder etwas besser die Stirn geboten werden.

 

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